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Sechs Tage in und um Bordeaux.
(lass man arglos über dieselbe liinwegscbreite, dann aber durchbreche und, wenn nicht schleunige Hilfe geleistet werde, jämmerlich in den Boden versinke. Solche Stellen nennt man blouses. Hie sollen sehr häufig sein, doch konnte man mir keine zeigen. Vielleicht sind es die blouses, welche den Gebrauch der Htelzen nothwendig gemacht haben ?! — In Arès erwartete uns ein wohlgedeckter Tisch, zu dem sich sämmtliche Herren Maires der umliegenden Ortschaften eingefunden hatten.
Nachmittags verliess ich Arès und liess mich über das Bassin setzen. Gegen Abend landete ich am entgegengesetzten Ufer vor dem »Hotel des empereurs« während eines heftigen Gewitters, das uns beinahe noch auf dem Wasser erwischt hätte. Hier lernte ich den berühmten Dichter aus dem Volke, den Barbier Jasmin, kennen, welcher heute Abend eine poetische Soirée gibt.
Den 22. August.
Am frühen Morgen verliessen wir das Hôtel und ritten von la Teste aus nach Villemarie, einer Farm, welche dem Herrn Ferry gehört. Herr Ferry ist unter den Landwirthen Frankreichs eine Nota-bilität. Er ist der erste und so Del mir bekannt der einzige Oekonom, welcher mit Erfolg in Frankreich Iteis baut. Unser Besuch galt Ferry’s Reisplantagen. Hein bei der Londoner Exhibition ausgestellter Reis hat einen Preis erhalten. was bei solcher Concurreuz, wie sie 1852 in London war. schon etwas heissen will. Die ganzen Reisplantagen, sowie das Bewässerungssystem der Felder — der Reis reift bekanntlich zur Hälfte unter stehendes Wasser gesetzt — erinnerte mich lebhaft an die Meersalzplantagen des Herrn Boissiere. Wir blieben über Mittag bei unserem freundlichen Wirthe und fanden grossen Gefallen an seinem einfach aber comfortable eingerichteten Hause, welches seine Frau, eine liebenswürdige Pariserin, mit grosser Einsicht leitet. Nur ungern verliessen wir den freundlichen Ort. Am Abend befanden wir uns wieder in Bordeaux.
Den 23. August.
Während meines ersten Aufenthaltes hatte ich die Htadt nur sehr flüchtig besehen, so dass ich mich heute tüchtig ablaufen musste. Nachdem ich mich gebadet und von den Anstrengungen der letzten Tage etwas erholt hatte, begann ich meine Besichtigung mit dem grossen und schönen Hospitale, welches einen prächtigen viereckigen Hof einschliesst. Die Heitenflügel sind durch kleine Gärtchen für die Reconvalescenten in mehrere Theile getheilt.