	und Spiritismus, Geistermanifestationen etc.	181

	Das absolut ablehnende Verhalten der Wissenschaft gegenber
dem Spiritismus etc. ist somit, wie Sie, meine hochverehrten Anwe-
senden, bei ruhiger Ueberlegung nun wohl zugeben mssen, voll-
kommen gerechtfertigt, so wenig Sie sieh auch von diesem Resultate
unserer Darlegung befriedigt, oder so sehr Sie sieh in Ihren Erwar-
tungen davon getuscht fahlen mgen. Ich kann nur noch hinzufgen:
Mglich, dass in Folge dieser der Wissenschaft nothwendig gebotenen
Reserve berhaupt Manches, vielleicht zum Schaden der Menschheit
fr lange Zeit unentdeckt blieb und bleibt, denn auch wir knnen in
aller jener Bescheidenheit, zu der sieh der Naturforscher wohl mehr
als andere Berufsmenschen gedrungen fhlt - doch ohne mit diesem
oft missbrauchten Citat der Leichtglubigkeit, dem Aberglauben und
jeder ihrer Ausgeburten Thur und Thor ffnen zu wollen -, mit
Hamlet sagen:

"Es gibt mehr Ding' im Himmel und auf Erden,
Als eure Schulweisheit sich trumt, Horatio

Hamlet, 1. Act, 5. Scene.

	Indessen, dies muss eben getragen werden: fr jede Entdeckung,
fr jeden Fortschritt kommt die richtige Stunde! Allein wenn man -
und ich eitire hier wrtlich - den Tonangebern unserer wissenschaft-
liehen Ueberzeugungen - den gelehrten Faeultten zum Vorwurf
macht, dass sie die Masse des Volkes ihren eigenen Krften und
Urtheilen im Kampfe mit den unwiderstehlichen Erscheinungen un-
begreiflicher Thatsachen berlassen haben, und ihnen darum einen
Hauptantheil der Schuld und Verantwortlichkeit fr alle Tollheiten,
Abgeschmacktheiten und intellectnellen Ausschweifungen des Spiritis-
mus, der Medienwirthschaft etc. aufbrden will, so entspringen solche
Anklagen und Zumnthungen nur aus einer mit Anmassung verquickten
Urtheilslosigkeit und totalen Verkennung der Aufgaben und Verpflich-
tungen jener wissenschaftlichen Tonangeber und Krperschaften, so-
wie des Weges und der Art und Weise, wie die Masse des Volkes zu
wahrer Bildung und Aufklrung zu erziehen ist.
	Mchten doch jene leidenschaftlichen, unberufenen Schriftsteller,
welche ja selbst Alles davon zu hoffen und zu erwarten vorgeben,
wenn sieh nur einmal das Studium ihrer vermeintlich brennenden
Frage in den Hnden der Wissenschaft befinden wird, es auch
dem berlegten und nchternen Urtheile der Wissenschaft ruhig und
vertrauensvoll berlassen, welche Fragen sie ihrer ernsten Beachtung
wrdig zu finden und in die Hand zu nehmen bat! Mchten sie auch,
wenn sie anders noch einiges Vertrauen zu den wissenschaftlichen
