	und Spiritismus, Geistermanifestationen etc.	173

sinn- und fruchtlosen Bestrebungen gänzlich ablassen, und - wohl-
gemerkt - zuerst und vor Allem mit dem so reichen Sehatze der Er-
rungenschaften der heutigen Naturlehre und mit jenem Geiste der
nüchternen, strengen Forschung sieh bekannt zu machen und zu durch-
dringen suchen, ohne welchen der Mensch einem Schiff ohne Steuer
und Compass vergleichbar - auf dem Meere des Irrthums und der
Täuschung rettungslos herumgeworfen - bis zum B 1 ö ds inn ver-
wirrt werden kann! - Ihnen sei der aufrichtige und wohlgemeinte
Rath ertheilt, sieh, trotz aller Lockung, alles Reizes des Geheimniss-
vollen und Uebernatürliehen, von jenen nutzlosen und die Integrität
ihrer Geistesfunetionen gefährdenden Beschäftigungen absolut fern zu
halten. Ein trefflicher Wahrspruch sagt: »Es gibt eine Tugend der
Entsagung im intelleetuellen, wie im moralischen Gebiet.« Und man
muss hier, nm sieh nicht in Versuchung zu führen, diese Entsagung
nach den übertrieben rigorosen, aber praktisch erprobten Prineipien
der englischen Temperance-Vereine bis zum intelleetuelleu »Teato-
talism« treiben!
	Schwieriger, so scheint es, ist's, mit der zweiten Gruppe dieser
Classe fertig zu werden, - indessen ist es für jeden Denkenden klar,
wären die wenigen Naturforscher, welche diese Gruppe ausmachen,
vom Geiste der nüchternen, strengen Forschung, der ihnen früher
eigen gewesen sein mag, nicht gänzlich verlassen, so würden sie längst
Mittel und Wege gefunden haben m ü s s en, die »ungenau beobaeh-
teten« Thatsachen, für welche, als von wirklichen Thatsaeheu, Zeug-
niss abzulegen sie sieh nicht entblöden, wenigstens in einer echt
wissenschaftlichen, das Vertrauen und die Beachtung aller nüchternen
Forscher gewinnenden Weise zu eonstatiren. Da ihnen dies aber nie-
mals und in keiner Weise - höchstens gegenüber der Urtheilslosig-
keit beschränkter Fanatiker - gelungen ist, so sinkt der Werth auch
ihres Zeugnisses, trotz seiner zweifellosen Aufrichtigkeit und Wahr-
haftigkeit, auf das gleiche Niveau mit den nicht minder glaubwür-
digen und ernst gemeinten Zeugnissen der urtheilslosen Laienmenge,
der ersten Gruppe dieser Classe von Biedermännern, herab.
	In Bezug auf die Beobachtung und Erkenntuiss der Naturvor-
gänge kann man nicht, wie über menschliche Gesetzesparagraphen,
per inajora abstimmen lassen, - hier dürfen die Stimmen eben nicht
gezählt - sie müssen gewogen werden!
	Um übrigens keine Veranlassung zu Missverständnissen zu geben,
will ich ausdrücklich hervorheben, dass die selbstverständlich sehr
vereinzelten Naturforscher, von denen ich hier spreche, nicht etwa
deshalb allen ihren früheren etwaigen Ruf, all' ihr Gewicht und Au-
