﻿I. Programm der Vorlesungen.
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nachweisen. die früher ganz vereinzelt dazustehen schienen, die eigentlichen wissenschaftlichen Grundlagen der heutigen Physiologie, und es geht nicht mehr an, das Gebiet derselben betreten zu wollen, ohne dem Fortschritt der Naturwissenschaft im Ganzen Rechnung zu tragen, welchen wir, um die Worte Helmholtz’ zu gebrauchen, »nach dem Maasse zu beurtheilcn haben, nach welchem die Anerkennung und Kenntniss eines alle Naturerscheinungen umfassenden u r s ä c h 1 i c h e n Z u -s a m m e n h a n g e s fortgeschritten ist.«
Deshalb hielt ich es für gerechtfertigt, ja nothwendig. als Einleitung in die heutige Physiologie die Principien der mechanischen Weltanschauung zum Gegenstände des Cyclus von Vorlesungen zu machen, dessen Programm ich eben heute besprechen möchte. Es umfasst dieses von mir zu behandelnde Thema die grossartigsten Fortschritte, welche die Naturwissenschaft vielleicht jemals gemacht hat, und darf daher als eines der interessantesten, der Aufmerksamkeit aller Gebildeten würdigsten bezeichnet werden.
»Speciell möchte ich noch hervorheben, dass dasjenige, welches ich in diesem Cyclus von Vorlesungen zu bieten und zu behandeln gedenke, auch für die medicinischen Fachstudenten, trotzdem ihnen die strengwissenschaftlichen Vorträge zugänglich sind oder sein werden. oder vielleicht bereits zugänglich waren, ein besonderes Interesse haben dürfte. Die Vertrautheit mit der mechanischen Weltanschauung, die Kenntniss der Gesetze eines alle Naturerscheinungen umfassenden Zusammenhanges, wird nämlich bei den Hörern der Fachvorträge über Physiologie vorausgesetzt, eine Voraussetzung, die wohl selten zutrifft, da die Lehrer der Physik und der Chemie, zu deren Füssen die Jünger Aeskulaps gesessen haben müssen oder doch gesessen haben sollten, bevor sie das Gebiet der Physiologie betreten. nicht in der Lage sind, die Darstellung der Wechselwirkung der Naturkräfte bis auf den Zusammenhang der Erscheinungen der unorganischen Welt mit denen der organischen Welt auszudehnen.
So wünsche und bezwecke ich denn mit meinem Cyclus von Vorlesungen einerseits allen Jenen, welche im Interesse der allgemeinen Bildung an denselben Tlieil nehmen wollen, in allgemein fasslicher Weise eine Vorstellung von der mechanischen Naturanschauung überhaupt und von den neuen Errungenschaften, welche wir derselben verdanken , zu geben, andererseits zugleich durch die Behandlung dieses Theiles der Naturforschung, welcher als eine Einleitung in die heutige Physiologie betrachtet werden kann. eine Lücke im medicinischen Unterrichtsplan auszufüllen.
Auf welche Weise ich diesen doppelten Zweck zu erreichen bemüht