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Die Principien der mechanischen Naturauffassung.
im Wasserbildungsverhältniss, — d. h. auf je Eineu Theil Sauerstoff je zwei Tlieile Wasserstoff, — und natürlich auch noch den nie fehlenden Kohlenstoff enthalten. Ferner sind hier die Fette und Oele zu nennen, welche gleichfalls nur aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff bestehen, aber verhältnissmässig sehr viel mehr Wasserstoff und Kohlenstoff als Sauerstoff enthalten. — Was die zweite Hauptgruppe organischer Verbindungen, die stickstoffhaltigen, angebt, so enthalten viele von ihnen, und gerade die wichtigsten, ausser Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff, auch noch kleine Mengen Schwefel (B), manche auch Phosphor Pj und Eisen (Fe), so dass die complicirtesten derselben aus der Vereinigung von fünf, sechs oder sieben Elementen hervorgehen. Hierher gehören jene merkwürdigen organischen Stoffcomplexe, welche man Protei'nstoffe oder Eiweisskörper genannt hat. Sie enthalten alle : Kohlenstoff (52 bis 54 Procent', Wasserstoff gegen 7 Procent , Sauerstoff (21 bis 26 Procent , Stickstoff (13 bis 16 Procent) und Schwefel 1 bis 1,6 Procent;, und werden zum Aufbau jener Organe und Organtheile verwendet, deren Thätigkeiten die höchsten und eigeuthümlichsten Lebensäusserungen in Erscheinung treten lassen.
Der Unterschied zwischen den organischen und den unorganischen Verbindungen liegt also nicht in einer Verschiedenheit der chemischen Elementarstoffe, aus deren Verbindung sie hervorgehen: denn diese sind identisch. mögen sie nun in den mineralischen Bestandtheilen des Erdbodens, der Gewässer und der Luft stecken, oder die Substanzen des Pflanzen-, Thier- und Menschenleibes bilden helfen. Der Unterschied liegt wesentlich nur in der Anzahl und Zusammenordnung der genannten wenigen Elemente zu einem complicirten chemischen Ganzen.
Die organischen Verbindungen zeichnen sich im Allgemeinen also zunächst durch die höhere Complication ihrer Zusammensetzung oder Constitution vor den unorganischen aus. Ein anderes hervorstechendes Merkmal der organischen Verbindungen ist, dass sie alle ohne Ausnahme verbrennlicher Natu r sind, während die meisten unorganischen Verbindungen unfähig sind zu verbrennen, d. h. neue Sauerstoffmengen aufzunehmen. Unter Verbrennung oder Oxydation versteht man nämlich die Verbindung der Stoffelemente mit Sauerstoff. Die Verbrennung oder Oxydation hat Stufen oder Grade. und man nennt sie eine vollständige, wenn ein Mehrzutritt, eine Mehraufnahme von Sauerstoff unmöglich geworden ist: die meisten unorganischen Körper sind solche »gesättigte« Sauerstoffverbindungen. Die organischen Verbindungen enthalten hingegen entweder gar keinen Sauer-