﻿II. Kreislauf der Stoffe in den drei Naturreichen.
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Stoff, oder, wenn er vorhanden ist, doch nur in verhältnissmässig so geringen Mengen, dass in allen Fällen der Zutritt und die Bindung neuer Quantitäten von Sauerstoff möglich ist, d. h., dass eine vollständige Verbrennung eingeleitet werden kann, in Folge welcher die organische Verbindung schliesslich stets in einfache Endproducte von unorganischem Charakter zerfällt. Wird daher ein ganzer pflanzlicher oder thierischer Organismus vollständig verbrannt, so verflüchtigt sich die Hauptmasse desselben in die Luft und es bleibt nur ein unorganischer Rückstand als sogenannte Asche übrig, welcher in den meisten Fällen verhältnissmässig gering, oft fast gleich Null ist.
Diese Thatsache erklärt sich einfach daraus, dass das Wasser (H20), welches ja der Masse nach den grössten Theil aller organischen Gebilde ausmacht, durch die Verbrennungswärme als Dampf entweicht, während die hauptsächlich aus den genannten vier Elementarstoffen Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff bestehenden Stickstoff losen und stickstoffhaltigen organischen Verbindungen überwiegend gasförmige Verbrennungsproducte liefern. Der Kohlenstoff derselben verbrennt zu Kohlensäure (C02), von der nur ein Brucktheil in den kohlensauren Salzen der Asche fixirt wird : ihr Wasserstoff (H), theils zu Wasser ILO) verbrannt, theils mit Stickstoff (N) zu Ammoniak (Nil,) verbunden, verflüchtigt sich ebenfalls; nur die in den Eiweisskörpern enthaltenen, meist geringen Schwefelund Phosphormengen bleiben, zu Schwefelsäure SOp und Phosphorsäure (POj verbrannt oder oxydirt, ganz in der Asche zurück. Die Hauptmasse der Asche aber bilden die sämmtlichen unorganischen oder mineralischen Verbindungen, welche zum Aufbau jedes Pflanzen-und Thierkörpers mit verwendet werden — mit Ausnahme des Wassers, das bei der Verbrennung verdampfte.
Ausser der Kohlensäure, Schwefelsäure und Phosphorsäure, welche, wie wir sahen, zum Theil organischen Ursprungs sind, finden sich in der Asche, mit basischen Stoffen zu Salzen verbunden, noch Chlor (Cl), Fluor Fl) und Kiesel (Si). Die basischen Stoffe der Asche sind : Alkalien : Kalium (K) und Natrium (Na) und alkalische Erden : Kalk (Ca) und Bittererde (Mg) — und ein einziges schweres Metall, das Eisen (Fe).1) Die letzten Verbrennungsproducte der Pflanzen- und Thierkörper sind also: einige Mineralsalze, Wasser, Kohlensäure und Ammoniak — sämmtlich unorganischer Natur.
1 Das Eisen bildet einen integrirenden Bestandtheil jener äusserst zusammengesetzten, in einen Eiweisskürper und einen eisenhaltigen Farbstoff zerfallenden organischen Verbindung, welcher das Blut der Thiere seine Scharlachfarbe verdankt.
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