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Die Principien der mechanischen Naturauffassung.
ihres Sauerstoffgehaltes zu organischen Stoffen, die nur aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff bestehen (Kohlehydrate: Zellstoff, Stärkemehl, Gummi, Zucker, Fette und Oele). — Durch Hinzutritt des Ammoniaks (NH,) kommt der Stickstoff zu den drei genannten noch als viertes Element hinzu und es entstehen vierfache, stickstoffhaltige, organische Verbindungen. Endlich wird noch der Schwefel und Phosphor, der in den aufgenommenen Schwefelsäuren SO,,) und phosphorsauren (P05) Salzen steckt, vom Sauerstoff befreit und in die neuen Gruppirungen miteinbezogen, und es kommt zur Herstellung der am höchsten complicirten organischen Verbindungen, namentlich der eiweissartigen Stoffe.
Diese eigenthümlichen und noch lange nicht im Detail erforschten Vorgänge, bei denen die einfachen Stotfelemcnte zu complicirteren Gruppen von Elementen zusammentreten und Stoffe von höherer Zusammensetzung constituiren, nennt man die organische Synthese oder progressive Stoffmetamorphose. Von der unansehnlichen Flechte, welche den feuchten Felsblock überzieht, bis zu den eleganten Zierpflanzen unserer Treibhäuser und den mächtigen Baumriesen der Wälder ist somit die Pflanze als ein natürliches chemisches Laboratorium zu betrachten, welches, durch die Sonnenstrahlen geheizt und in Thätigkeit versetzt, Sauerstoff entbindet und sauerstoffarme, aber hochcomplicirte organische Stoffe producirt und somit der organischen Synthese oder progressiven Stoffmetamorphose dient. Damit soll jedoch nicht etwa gesagt sein, dass in den Pflanzen keine anderen, ja die geradezu entgegengesetzten chemischen Vorgänge (von Sauerstoffbindung und von Zersetzung), vorkämen ; allein die eben geschilderten sind weitaus die wichtigsten und charakteristischesten für die Bedeutung der Pflanzenwelt im Haushalt der Natur. Die Bolle und Bedeutung der Pflanzenwelt im grossen Haushalt der Natur muss nämlich in der That dahin formulirt werden, dass sie es ist, welche aus einfachem unorganischem St off material unter Sauerstoffentbindung organische Substanz erzeugt.
Das Thier hat ganz andere Beziehungen zur Aussenwelt als die Pflanze. Das Thier bedarf zum Aufbau und zur Erhaltung seiner Körpersubstanzen schon fertiges organisches Stoffmaterial, da ihm alle Fähigkeit abgeht, aus den einfachen unorganischen Verbindungen irgend welche Stoffe von organischer Natur und Zusammensetzung herzustellen. Diese Fähigkeit besitzen von allen Gebilden der organischen Welt nur die vom Sonnenlicht bestrahlten grünen Pfianzen-tlieile. Die Thierwelt kann also nirgendwo anders als in den organi-