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Die Prineipien der mechanischen Naturauffassnng.
gedacht werden sollen, hat für die Naturforschung kein praktisches Interesse mehr, da sie nur so weit Hypothesen baut, als sie derselben zur Verknüpfung und Erklärung der Thatsacken und zum Ansätze des mathematischen Calcüls eben bedarf. Dagegen bemächtigt sich jene Philosophie, welche, wie »die Philosophie des Unbewussten« von Hartmann , einsichtig genug ist, die Atomentheorie als die allein mögliche und fruchtbringende Auffassungsweise der Constitution der Materie anzuerkennen, dieser Frage nach der Stofflichkeit der Uratome und kommt zu dem Resultate, dieselben als absolut ausdehnungslose, mathematische Punkte, als blosse Kraftcentra vorzustellen, wodurch die Materie, der Stoff, in ein System von atomistischen Kräften verflüchtigt wird. Die empirische Atomentheorie wird so zum atomistischen Dynamismus, welcher allen Anforderungen sowohl der exacten Naturwissenschaft, wie der metaphysischen Speculation Genüge leistet.
Ich citire die Stelle wörtlich, in welcher Hartmann die Grundzüge seines atomistischen Dynamismus meisterhaft recapitulirt.
»Es gibt gleich viel positive und negative, d. h. anziehende und abstossende Kräfte. Die Wirkungsrichtungen jeder Kraft schneiden sich in einem mathematischen Punkte, welchen wir den Sitz der Kraft nennen. Dieser Sitz der Kraft ist beweglich, d. h. im Raume verschiebbar. Jede Kraft wirkt auf jede andere auf dieselbe Weise, gleichviel, welches Vorzeichen dieselbe hat. Die positive Kraft heisst Körperatom, die negative Aetheratom. Auf eine gewisse endliche Entfernung ist die Abstossung eines Aetheratoms und die Anziehung eines Körperatoms gleich, aber da das Gesetz ihrer Veränderung mit der Entfernung verschieden ist, Uberwiegt zwischen dem Aether- und Körperatom auf kleineren Entfernungen die Abstossung, auf grösseren die Anziehung.
Körperatome mit zwischengelagerten, sie auseinanderkaltcnden Aetheratomen vereinigen sich zu den Molecülen (wir nannten sie »Atome«, während wir die zu ihnen sich vereinigenden Körper- und Aetkeratome »Uratome« nannten ; der chemischen Elemente, diese auf dieselbe Weise zu den Molecülen der chemisch zusammengesetzten Körper, diese zu den materiellen Körpern selbst.
Die Materie ist also ein System von atomistischen Kräften in einem gewissen Gleichgewichtszustände. Ans diesen Atomkräften in den verschiedenartigsten Combinationen und Reactionen entstehen alle sogenannten Kräfte der Materie, wie Gravitation, Schwere, Expansion, Elektricität, Krystallisation, Elasticität, Galvanismus, Magnetismus, chemische Verwandtschaft, Wärme, Licht u. s. w.«1 .
1 Philos. d. Unbew. — 2. Aufl. S. 442.