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Die Principien der mechanischen Naturauffassung.
scheu Stabe eine Triebkraft verleiben, und Sie sehen ferner, wie dieser mitgetbeilte Vorratli an Kraft in beiden Fällen abwechselnd zwei verschiedene, ineinander sich verwandelnde Erscheinungsformen annimmt.
Die eine Erscheinungsform der Kraft ist beim Pendel die Triebkraft eines gehobenen Gewichtes, beim schwingenden Metallstab die Triebkraft eines gespannten elastischen Körpers; — die andere Erscheinungsform hingegen ist in beiden Fällen, beim Pendel wie beim Metallstab, dieselbe, nämlich die Geschwindigkeit bewegter Massen.
Man nennt die erste Erscheinungsform von dem Verhalten gespannter elastischer Körper, Spannkraft oder potentielle Energie, um damit jenen Zustand oder jene Form der Triebkraft scharf zu bezeichnen, wenn dieselbe zwar irgendwo vorhanden ist, aber die ihr mögliche Arbeit noch nicht thatsächlich leistet, d. h. wenn sie noch keine wirkliche Bewegung oder Veränderung erzeugt, — im Gegensätze zur zweiten Erscheinungsform, welche die lebendigeKraft oder a c t u e 11 e E n c r g i e genannt wird, weil bei ihr, als im Zustande bewegter Massen, die Triebkraft bereits wirkliehe Bewegung erzeugt, wirkliche Bewegung leistet.
Den gegenseitigen Umsatz der beiden Erscheinungsformen, die Umwandlung von Spannkraft in lebendige Kraft oder, was dasselbe ist, von potentieller in actuelle Energie, von möglicher Arbeitsleistung in wirkliche, und umgekehrt, können wir an dem schwingenden elastischen Stabe genau in derselben Weise beobachten, wie vorhin beim Pendel. Hier wie dort erscheint der Gesammtvorrath an Triebkraft oder die totale Energie, welche ich durch den Aufwand meiner Muskelkraft den Massen mitgetheilt habe, zuerst ganz in Form von Spannkraft, die sich aber, sobald ihr dies gestattet ist, sofort in lebendige Kraft zu verwandeln beginnt. Dabei spaltet sich die totale Energie in zwei Tlieile : der eine Tlieil, der immerfort kleiner wird, wenn das Gewicht fällt, der Metallstab sich entspannt, ist noch Spannkraft , der andere, der fortwährend wächst, ist schon lebendige Kraft geworden und hat Bewegung oder Geschwindigkeit erzeugt. In dem Maasse als die Spannkraft verschwindet, nimmt die lebendigeKraft zu: im Halbirungspunkte der Schwingungsbahn ist die Spannkraft gleich Null, sie erscheint vollständig verbraucht und in lebendige Kraft umgesetzt. Deshalb kann der ganz entspannte Metallstab ebenso wenig stehen bleiben, wie das in dem Ruhepunkt M angekommene Pendel. Beide besitzen im betreffenden Momente die ihnen mitgetheilte Triebkraft oder Energie in Form von erlangter Geschwindigkeit, welche fällig ist. Arbeit zu leisten. Diese Arbeit besteht darin, dass