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Die Principien der mechanischen Naturauffassung.
sehen Verbindung, der mechanischen Mischung und dös Aggregatzustandes der Materie kennen. Sie zeigt uns, wie aus gasförmigen, unsichtbaren Stoffen sich feste, sicht- und greifbare Körper zusammensetzen können, die nach kürzerer oder längerer Zeit des Bestehens wieder zu vergehen scheinen, indem ihre Bestandtheile von Neuem die chemischen und physikalischen Eigenschaften annehmen, die sie vor der Bildung des festen Körpers besessen hatten. Immer wieder stossen wir auf das Grundgesetz von der Erhaltung oder Unzerstörbarkeit des Stoffes.
An die nachgewiesene Unveränderlichkeit und Constanz der Elementarstoffe und die nicht mehr zu bezweifelnde Thatsache: dass allen Naturerscheinungen nur Veränderungen der Ver-theilung der Atome im Baume zu Grunde liegen, schliesst sich die weitere Folgerung von fundamentaler Bedeutung an : dass alle Vorgänge in der Natur, so verschieden und mannigfaltig sie auch immer sein und erscheinen mögen, in letzter Instanz durch mechanische Bewegung zu Stande kommen. — So löst sich, wie Sie sehen, vor dem Blicke des exacten Naturforschers alles Geschehen in der Natur in Bewegung der Atome, Molecule und Moleciilaggregate oder Molen auf ; für ihn werden darum auch alle die verschiedenen Kräfte, welche man früher als Ursachen der Erscheinungen postulirte, letzten Endes insgesammt mechanische Bewegungskräfte, nichts als verschiedene Combinationen derselben Anzieliungs- und Abstos-sungskräfte sein.
Sind aber alle Naturkräfte mechanische Bewegungskräfte, alle also wesentlich gleichartig und nur verschiedene Erscheinungsformen derselben Kraft, so müssen sie auch alle mit demselben Maasse, mit dem Maasse der mechanischen Kraft zu messen sein, und nach diesem Maasse sich aus einer in die andere Erscheinungsform überführen oder »transformiren« lassen — was erfahrungs-gemäss auch der Fall ist, wie wir später zeigen werden.
Das Endziel der modernen mechanischen Naturauffassung ist also : die allem Geschehen zu Grunde liegenden Bewegungen und deren Triebkräfte zu finden, und die gesummte Naturwissenschaft als ein Problem der analytischen Mechanik zu behandeln. —
Diese raschen Schlussfolgerungen und überraschenden Anschauungen , welche ich eben angedeutet habe, werden die Meisten von Ihnen überaus fremdartig anmuthen, und wohl den Wenigsten schon so ganz verständlich erscheinen. Ich will Sie deshalb ausdrücklich auffordern, weder das Interesse noch den Muth und die Geduld zu verlieren, um zu