﻿IV. Gesetz von der Erhaltung der Kraft.
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herrschenden Anziehungskraft nämlich, — die bewegten Massen in Bewegung erhält und treibt, nennt man eben die Geschwindigkeit bewegter Massen. Sie erfahren somit auf’s deutlichste, dass die als Triebkraft thätige Geschwindigkeit bewegter Massen zwar keine besondere, dem Stoffe inhärirende Kraft, sondern nur die übriggebliebene Wirkung einer solchen ist ; dass aber diese Wirkung zur Ursache neuer Wirkungen werden kann, auch wenn die ursprüngliche Kraft gar nicht mehr dabei betheiligt ist.
Dass ferner auch diese Form der Triebkraft in dem Maasse abnimmt, als sie wirkliche Arbeit leistet, und schliesslich völlig verschwindet, gerade so wie die Triebkraft des gehobenen Gewichtes, wenn es sinkend Arbeit leistet, sehen Sie deutlich bei meinem Versuch mit dem Springbrunnen. Sobald der Wasserstrahl Arbeit leistet, indem er das Rädchen treibt, springt er nicht mehr gleich hoch, wie wenn er frei in der Luft aufsteigt. Indem nämlich die erlangte Geschwindigkeit des bewegten Wassers sich als Triebkraft dem Rädchen mit-tlieilt , wird sie kleiner und kleiner und geht dem Wasser allmählich ganz verloren ; das Wasser gelangt dadurch früher, also in geringerer Höhe als beim freien Springen, zur Ruhe und fällt dann, dem Zuge der Schwere folgend, zu Boden. Es gibt eben keine Arbeitsleistung ohne Verlust von Triebkraft, in welcher Form die Triebkraft immer erscheinen mag.
Allein kehren wir zu unserm Pendelgewichte zurück, an dem wir die Geschwindigkeit bewegter Massen zuerst wahrgenommen haben. Nachdem es, seiner Schwere folgend, beim Punkte 31 eingetroffen ist. leistet es, wie wir sahen, noch Arbeit, die mit der Triebkraft des gehobenen Gewichtes nichts gemein hat, sondern der Richtung der Schwere entgegengesetzt, die eigene Masse wieder in die Höhe hebt. Wie das Gewicht zuerst mit stets zunehmender Geschwindigkeit von A nach 31 gesunken ist, so steigt es von da an mit stets abnehmender Geschwindigkeit von 31 auf b wieder hinan. Dort zur Ruhe gelangt, geräth es im nächsten Augenblick wieder in Bewegung, weil es durch Aufwendung seiner Triebkraft in Form von Geschwindigkeit die ursprüngliche Triebkraft in Form eines gehobenen Gewichtes wieder erlangt hat. Sie sehen hier, wie die beiden Formen der Triebkraft, die des gehobenen Gewichtes und die der Geschwindigkeit einer bewegten Masse, unmittelbar in einander übergehen. — In den Punkten a und b hat die Masse des Gewichtes keine Geschwindigkeit, sie ist aber um .1 </ = 11 b gehoben und kann daher ihre Schwere als Triebkraft manifestiren, insofern sie fallen kann. Im Punkte 31, wo sie sich am Ende des Fallraumes befindet, ist sie zwar nicht mehr