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Die Principien der mechanischen Naturauffassung.
— Wissen wir clocli, dass nacli dem Gesetze von der Erhaltung und Unveränderlichkeit des Stoffes, Kraft und Stoff gleich unzerstörbar und unersekaffhar sind ! Auf alle diese Fragen müssen wir entschieden mit »Nein« antworten; es verhält sich in Wirklichkeit das Alles anders, als wir es uns nach dieser bildlichen Ausdrucksweise vorzustellen wohl geneigt sein könnten.
Zunächst ist festzuhalten, dass die Kraftäusserung, welche sieh beim Heben des Gewichtes, beim Dehnen des Kautschukstreifens geltend gemacht und das Vorhandensein einer wirklichen »Kraft«, — der Schwere dort, der Cohäsion hier, überhaupt erst documentirt hat, eine Widerstandsleistung ist. Die beiden genannten Kräfte widerstreben eben der durch unsere Muskelkraft in der angegebenen Dichtung bewerkstelligten Veränderung der Stellung und Anordnung der Massentheilchen im Raume, sie hemmen und vernichten die in dieser Richtung als Wirkung einer fremden Kraft entstehende oder vorhandene Bewegung, weil und insofern sie ihrer Natur nach in dem Bestreben bestehen, Bewegung von entgegengesetzter Richtung zu erzeugen ; denn offenbar ist der Widerstand oder die Bewe-gungs h e m m un g nichts Anderes als die eine Aeusserungsform dieses Bestrebens selbst, dessen zweite Aeusserungsform Bewegung!e r z eu-gung ist.
In der That, die Schwere und die Cohäsion, ja ganz allgemein jede Kraft, mag es nun eine Anziehungs- oder Abstossungskraft sein, bestellt in dem Bestreben, die Stoffelemente, denen sie innewolmt, in der ihr eigenthümlichen Anziehungs- oder Abstossungsrichtung in Bewegung zu versetzen, — und es liegt ferner im Begriff und Wesen der »Kraft« in diesem Sinne des Wortes, dass sic immer und unter allen Umständen irgend eine Aeusserungsform annehmen muss: denn eine Kraft, die sich nicht irgendwie, sei es durch eine sichtbare Veränderung oder durch eine andere, unmittelbar nicht wahrnehmbare Wirkung, äusserte — wäre eben gar nicht vorhanden. Ob nun aber eine irgendwo vorhandene Kraft die eine oder die andere Aeusserungsform annimmt, ob sie eine unmittelbar oder nur mittelbar wahrnehmbare Wirkung hervorruft, das hängt erfahrungsgemäss von den Umständen ab, ebenso wie die verschiedenen Arten, in denen die sichtbaren Veränderungen sich kundgeben.
Der Natur der Sache nach besteht jede Veränderung entweder in der Störung einer ruhigen Anordnung und Vertheilung der Stoffelemente im Raume, also in der Erze u g u n g und B e s c h 1 e u n i g un g einer Bewegung, — oder aber in der Störung der Geschwindigkeit oder der Richtung einer, als Wirkung einer anderen Kraft vorhandenen