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Die Principien der mechanischen Naturauffassung.
Worte, indem sie gebraucht werden, nicht scharf und streng genug auseinander. Ich hoffe indess, dass es mir in der nachfolgenden Auseinandersetzung gelingen wird, jede Zweideutigkeit zu vermeiden und Ihnen diesen hochwichtigen Gegenstand zu anschaulichster Klarheit zu bringen. —
An einem Gewichte, das aitf dem Boden ruht, an einem Kautschukstreifen, der nicht gespannt ist, beobachten wir gar keine Kraftäusserung; dennoch sind wir überzeugt, dass zwischen dem Gewicht und der Erde, sowie zwischen den Molecülen des Kautschukstreifens gegenseitige Anziehung besteht, dass also ein an sich unbekanntes und unerkennbares Etwas vorhanden ist, welches das Bestreben hat oder ist, die .Hassen und Massentlieilchen, denen es innewolmt, in einer bestimmten Richtung in Bewegung zu setzen, und welches wir als eine Kraft bezeichnen. — Wenn wir das Wort in diesem Sinne gebrauchen, meinen wir also die Kraft, die, wie die Schwere, die Co-häsion, ihren Sitz, wie gesagt, in den materiellen Elementartheilchen hat, welche sie miteinander in Beziehung setzt; jede solche »Kraft« ist eine Wesenseigenschaft des Stoffes und daher selbstverständlich gerade so unerschaffbar und unzerstörbar wie dieser selbst. Von der »Kraft«, in diesem Sinne gebraucht, von jenem an sich unbekannten und unerkennbaren Etwas nämlich, das von jedem Stoffelemente unzertrennbar, ist das Gesetz ihrer Erhaltung, ihrer Unersehaffbarkeit und Unzerstörbarkeit, kein Verdienst der Neuzeit : es war vielmehr in dem längst anerkannten Gesetze von der Erhaltung und Unveränderlichkeit des Stoffes mit ausgesprochen.
Unter Kraft, deren Erhaltung, d. h. deren Unzerstörbarkeit und Unersehaffbarkeit unser neues Gesetz behauptet, ist dagegen kein unbekanntes und unerkennbares Etwas, vielmehr ein ganz Erkennbares und Bekanntes, ja numerisch Ausdrlickbares, nämlich die Quantität der Aousserung oder Wirkung einer irgendwo vorhandenen und ins Spiel kommenden Kraft zu verstehen. Das was unser Gesetz von der Erhaltung der Kraft Neues aussagt, ist also : dass auch die Kraftäusserung oder Kraft Wirkung, d. h. die Quantität der Arbeitsleistung aller Naturkräfte ebenso unerschaffbar und unzerstörbar ist, als »Kraft« und Stoff selbst. Was allein zerstörbar und wiederherstellbar ist, was allein wechselt, ist die Form wie, und der Ort im Raume, wo die Kraft in dem hier gebrauchten Sinne des Wortes, also die Kraft ausser un g oder Arbeitsleistung erscheint.
Die Schwere des auf dem Boden liegenden Gewichts, die Cohäsion der in ihrer Gleichgewichtslage befindlichen Moleciile des ungedehnten Kautschukstreifens ä u s s e r n sich aber niemals und in keiner Weise