﻿Y. Austausch von Spannkraft und lebendiger Kraft.
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Bewegung, also in einer Bewegungsli e m m ung und Ve rni ch t un g : denn es vermag die Kraft natürlich in so lange ihre Bewegung erzeugende Aeusserungsform nicht anzunehmen, d. h. so lange keine wirkliche Bewegung in der ihr eigenthümlichen Wirkungsrichtung zu erzeugen, als sie entweder durch eine in entgegengesetzter Richtung vorhandene Bewegung als Widerstandsleistung überwunden wird, oder durch ein ihrem Bewegung erzeugenden Bestreben das Gleichgewicht haltendes Hinderniss in Anspruch genommen ist.
Wir haben also drei Fälle zu unterscheiden:
Erstens, es liegt das Gewicht auf dem Boden, der Kautschukstreifeniä tungedehnt. Beide Kräfte, die Schwerkraft des Gewichtes wie die Cohäsion des elastischen Streifens, befinden sich hier unter den an letzter Stelle angeführten Umständen, beide werden nämlich durch ein ihrem Bewegung erzeugenden Bestreben das Gleichgewicht haltendes Hinderniss in Anspruch genommen. Beide Kräfte äussern sich unter diesen Umständen gar nicht ; sie führen keine irgendwelche Veränderung herbei, und wir würden daher, wie schon bemerkt, keine Ahnung von ihrem w i r k 1 i c h e n Vorhandensein haben. Weder leisten sie einen wahrnehmbaren Widerstand, da keine durch eine andere Kraft bewirkte wahrnehmbare Bewegung vorhanden ist, die gehemmt oder vernichtet würde: noch können sic ihre Bewegung erzeugende Form annehmen und wirkliche Bewegung her-vorrufen, indem bei der Berührung zwischen Gewicht und Erdboden, und ebenso bei der vollständigen Abspannung des Kautschukstreifens einer weiteren Verkleinerung der Zwischenräume zwischen den Mole-cülen des Kautschuks, und zwischen den Molecülen, aus welchen die Massen an jenen Punkten bestehen, wo sich das Gewicht und der Erdboden berühren, in Folge der abstossenden Kräfte der Materie ein unüberwindliches Hinderniss entgegensteht. Da aber die Schwere und Cohäsion, trotzdem wir keine Veränderung wahrnehmen, unzweifelhaft vorhanden sind, und jede »Kraft« in dem hier gebrauchten Sinne des Wortes als ein unzerstörbares, dem Stoffe innewohnendes Etwas selbstverständlich immer und unter allen Umständen irgendwie sich äussern muss ; so kann die Aeusserungsform der Schwere und Cohäsion hier nur in einem ruhigen Druck, in einer andauernden gegenseitigen Pressung der Molecüle im Sinne der Wirkungsrichtung der Kräfte, ohne jeden weiteren Effect, bestehen. Wir drückten dieses Verhältnis« früher so aus, dass wir sagten: das mit der Erde in Berührung befindliche Gewicht, der ungedehnte Kautschukstreifen besitzen gar keine Triebkraft. In Wirklichkeit heisst dies aber: die Schwerkraft . welche die Massen des Gewichtes und der Erde, die Cohäsion.