﻿VII. Das mechanische Aequivalent der Wärme.
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Verhält niss vollzieht, d. h. dass für das Quantum Wärme, welches aufgewendet wird und verschwindet, — wie sich dies bei unseren Versuchen am Thermometer, durch das Ausbleiben einer Temperatur-steigerung oder durch das Sinken der Temperatur, kundgegeben, — ein constantes, genau gleiches Quantum mechanischer Arbeit entsteht, und umgekehrt.
Doch dieser Gegenstand ist von solcher Wichtigkeit, dass ich noch länger bei demselben verweilen muss.
Es war im Jahre 1842, dass R. J. Mayee, praktischer Arzt in Heilbronn , zuerst den Gedanken von der Nothwendigkeit eines constanten Aequivalenzverhältnisses zwischen mechanischer Arbeit und Wärme entwickelte und aussprach. Mayer wird daher unbestritten als der erste intellectuelle Urheber des grossartigsten Fortschrittes der modernen Naturwissenschaft angesehen. Dieses Verdienst wird dadurch nicht geschmälert, dass unabhängig von ihm und fast zu derselben Zeit, 1843, Joule in Manchester die ersten Versuche veröffentlichte, welche den experimentellen Beweis für die Aequivalenz geliefert und zur numerischen Bestimmung des Aequivalenzverhältnisses der Wärme geführt haben. Es geschieht ja so häufig, dass, wenn die Entwickelung der Menschheit bei einem gewissen Punkte angelangt ist, auf welchem die Erkenntniss einer grossen Wahrheit so zu sagen logisch notliwendig erfolgen muss, diese Wahrheit gleichzeitig mehreren bevorzugten Geistern aufgeht. — Doch dies nur beiläufig ; denn es ist mir weniger um historische Notizen zu tlmn, als um die klare Auseinandersetzung des Sinnes und der Bedeutung der mechanischen Aequivalenz der Wärme. Zu diesem Zwecke werde ich Sie mit den Mitteln und Wegen einiger-massen bekannt zu machen suchen, durch und auf welchen man die Constanz des fraglichen Aequivalenzverhältnisses bewiesen und die Ziffer desselben bestimmt hat.
Sie werden begreifen, dass, wenn es gelingt, das zur Unterhaltung der Reibung aufgewendete Quantum mechanischer Arbeit oder Triebkraft genau zu messen, und mit der ebenfalls genau gemessenen Wärmequantität zu vergleichen, welche durch die Reibung eben entstanden ist, damit auch die Möglichkeit gewonnen wird, das Aequi-valenzVerhältniss zwischen mechanischer Arbeit und Wärme nachzuweisen und numerisch zu bestimmen. Joule’s Versuche hatten nun diesen Weg im Auge, und in der That erreichte er auch auf ihm das angestrebte Ziel. Der Mechanismus, dessen er sich bediente, war ein ganz einfacher. Ein fallendes Gewicht drehte ein Schaufelrad, das im Innern einer Wasser- oder Quecksilbermasse durch feste Hindernisse