﻿VIII. Wärme ist wesentlich Bewegung, — die Art derselben.
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von den Metallspähnen aus, welche von dem Metall getrennt werden? und ist es also die latente Wärme der Bolirspälme, welche frei wird ?« Wenn dem so wäre, so müsste die Wärmecapacität der Metallspähne nicht nur verändert sein, sondern diese Veränderung müsste auch gross genug befunden werden, um die ganze erzeugte Wärmemenge zu erklären.
Rujifokd schnitt also mit einer feinen Säge, ohne jede merkliche Erwärmung, von dem Kanonenmetall Spähne ab und bestimmte und verglich ihre Wärmecapacität mit der der Bolirspälme, bei deren Abtrennung sich so bedeutende Wärmemengen entwickelt hatten. Es fand sich nicht der geringste Unterschied in der Wärmecapacität der beiderlei Metallspähne. —
Nun ging Rumfokd weiter und liess einen eigenen Apparat eon-struiren, um die durch Reibung entstandene Wärme zu untersuchen. Der Apparat bestand aus einem hohlen eisernen Cylinder, in dessen Höhlung ein massiver cylindrisclier Kolben aus gehärtetem Stahl eingepasst war, der gegen den Boden des Hohlcylinders fest aufdrückte und durch Pferdekraft in Drehung versetzt werden konnte, wobei zwischen den metallischen Berührungsflächen starke Reibung stattfand. Der Hohlcylinder war mit einem Holzkasten umgehen, und dieser mit kaltem (1(3,7° Wasser so weit gefüllt, dass der ganze Cylinder bedeckt war. — Jetzt wurde der stählerne Kolben durch Pferdekraft in Rotationen versetzt und sofort begann die Temperatur der Wassermasse, welche 21/2 Gallonen oder 18.77 Pfund betrug, zu steigen. Nach Verlauf von 1 '/2 Stunden fortgesetzten Drehens und ununterbrochener Reibung war die Temperatur der ganzen Wassermasse von 16,7° auf 61° gestiegen; nach einer weiteren Stunde, also nach 21/2 Stunden seit Beginn des Versuches, kam das Wasser wirklich ins Kochen! Die Ueberraschung und das Staunen der Anwesenden, Wasser ohne alles Feuer in volles Kochen gerathen zu sehen, war nicht minder gross, als Rujifobd’s Freude Uber das von ihm vorausgesehene glänzende Gelingen seines schönen Versuches.
Die ganze, während der Versuchszeit durch das Pferdegespann geleistete mechanische Arbeit war verwandt worden, um den Reibungswiderstand zwischen den sich berührenden Metallflächen zu überwinden. Hierbei hatten sich nur 54 Gramm Metallstaub gebildet, dessen Wärmecapacität in keiner Weise verändert war ; die Quantität der im Wasser und im ganzen übrigen Apparat producirten Wärme betrug hingegen 1200 Calorien, d. h. so viel als noting ist, um 12 Kilogramm Wasser von 0° auf 100° zu erhitzen. Ueberzeugt, dass diese grosse, durch die Reibung producirte Wärmemenge unmöglich als das Resultat