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Die Principien der mechanischen Naturauffassung.
an den sich reibenden Eisflächen durch die Reihung und Bewegung neu und unerschöpflich entsteht, so lange die Reibung und Bewegung unterhalten wird. Dieses Etwas kann nun offenbar nur ein Zustand des Stoffes, nicht ein Stoff selbst sein, — und dieser Zustand muss in einer Bewegung der kleinsten unsichtbaren Stoff'theilchen bestehen, da das, was an den sich berührenden Flächen der Eismassen sichtbar vorgeht, nichts als Bewegung ist.
Die moderne, mechanische oder dynamische Wärmetheorie erklärt also die Wärme für einen Zustand der Materie, d. h. für eine mechanische Bewegung der kleinsten unsichtbaren und unmessbaren Stofftheilchen. Und nun ist mit Einem Male Alles klar ! Man begreift sofort die Beziehung zwischen Wärme und mechanischer Arbeit. Man begreift die Neu er zeugung von Wärme durch Reibung und Stoss, also durch Aufwand mechanischer Arbeit, ebenso gut wie das V e r s c h w i n d e n, das Y e r n i c h t e t w erden der Wärme, wo auf Kosten derselben mechanische Arbeit entsteht; denn die gewöhnliche mechanische Arbeit und die Wärme sind nach der neuen Theorie in ihrem innersten Wesen gleichartige Vorgänge, beide sind Bewegung: erst er e, Bewegung der ganzen grobsinnlichen Massen oder Molen; letztere, Bewegung der sinnlich nicht wahrnehmbaren Moleciile, Atome und Uratome der Materie. Wir haben die erlangte Geschwindigkeit bewegter Massen als eine Form der Triebkraft, als sogenannte »lebendige Kraft« kennen gelernt; wir erfahren nun, dass die erlangte Geschwindigkeit oder »lebendige Kraft« der atomistisehen Massentheilchen gleichfalls eine Form der Triebkraft ist, die wir »Wärme« nennen. So überraschend dies im ersten Augenblick auch sein mag, so selbstverständlich erscheint es bei reiferer Ueberlegung ; denn für den Verstand ist es doch offenbar nicht schwieriger, sich eine Bewegung atomistisclier Stoffelemente innerhalb der Stoffmassen vorzustellen, als die Bewegung ganzer Stoffmassen selbst! Die Wärme ist also, kurz definirt, die lebendige Kraft oder die erlangte Geschwindigkeit der bewegten atomistischen Massentheilchen.
Wie überaus fruchtbringend und manchen scheinbaren Widerspruch lösend die soeben gewonnene Anschauung vom Wesen der Wärme sich erweist, werden Sie sofort ersehen. — Ich erinnere Sie daran, dass wir schon bei unseren ersten praktischen Versuchen zur Orientirung Uber die verschiedenen Formen der Kraftäusserung und über die nöthigsten Grundbegriffe der Mechanik auf Beispiele gestossen sind, welche der strengen Allgemeingiltigkeit des Gesetzes von der Erhaltung der Kraft zu widersprechen schienen. Wir sahen damals