﻿VIII. Wärme ist wesentlich Bewegung — die Art derselben.
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ist uns nun auch die mechanische Behandlung und Auffassung aller übrigen Naturkräfte ermöglicht.
Der Begriff und das Maass der mechanischen Arbeit ist nämlich, wie wir sehen werden, erfahrungsgemäss auf alle Naturprocesse und auf alle arbeitsfähigen Naturkräfte verwendbar — und immer deutlicher wird das Gesetz von der Erhaltung der Kraft in unveränderter Quantität, bei fortwährendem Wechsel der Erscheinungsform und des Ortes im Raume, uns entgegentreten. —
Welcher Art ist nun aber die Bewegung der Stofftheilehen, werden Hie sicher fragen, die sich uns als Wärme kund gibt ? — Um Urnen hierauf zu antworten, muss ich an die Vorstellungen von der atomistischen Constitution der Materie anknüpfen, deren Auseinandersetzung ich eine der früheren Stunden gewidmet habe.
Sie erinnern sich, dass nach den erfahrungsgemäss berechtigten Lehren der Atomistik die groben Massen oder Molen, welche wir sinnlich wahrnehmen, aus Aggregaten sinnlich nicht mehr wahrnehmbarer, durch unmessbar kleine Zwischenräume von einander getrennter Theil-chen oder Molecule bestehen, welche selbst wieder aus noch kleineren, ebenfalls durch Zwischenräume getrennten, chemisch gleichartigen oder ungleichartigen Atomen zusammengesetzt sind, und dass schliesslich auch die chemischen Atome aus einer bestimmten Anzahl und Gruppirung von unendlich kleinen discreten Uratomen hervorgehen, welche von zweierlei Art sind : die sogenannten Körperatome und die sogenannten Aetheratome, welche letzteren in die Zwischenräume zwischen den Körper-Uratomen sowohl als in die Zwischenräume zwischen den chemischen Atomen, und endlich auch in die Zwischenräume, welche die Molecule von einander trennen, eingelagert sind, und durch ihre Abstossungskraft ein Zusammenfallen und Sich-Berlihreu der gegenseitig sich anziehenden Körperatome und Atomcomplexe verhindern. Wir gewinnen in solcher Weise die Vorstellung eines Aetliernte eres, welches den ganzen Weltraum nicht nur zwischen den Weltkörpern und den irdischen ponderablen Massen oder Molenaggregaten erfüllt, sondern die letzteren auch durch dringt, indem cs in und zwischen die Molecüle, ja selbst zwischen und in die Atome eindringt. Der inter-und intramoleculare Aether bildet so ein zusammenhängendes Ganzes, das indess innerhalb der verschiedenen Körper verschiedene Dichtigkeit und Spannung besitzt, und das Medium wie den Schau- und Tummelplatz für die verschiedensten Bewegungsvorgänge darbietet. Jede Störung des Gleichgewichtszustandes, welche irgendwo im Aether-meere entsteht, wird, nach den angeführten Prämissen, sich fort-
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