TX. (them. Alfa., Elektrie., Elektro-Nlagn., Licht: Bewegungsformen. 265

Atomen genau so wirkt, wie die C'ohäsion zwischen den Moleeülen,
wie die Schwere zwischen den Massen oder Molen, mit der alleinigen
Besonderheit, dass sie eben nur auf nnmessbar kleine, ja noch viel
kleinere Entfernungen als selbst die Cohäsion, dafür aber auch mit
enormer Stärke thätig ist. Und genau so wie die Schwere des gehobe-
nen Gewichtes vermag auch die Affinität, die zwischen den getrennten
Wasserstoff- und Kohlenstoffatomen einer- und den Sauerstoffatomen
andererseits besteht, Arbeit zu leisten denn für den Verstand bleibt
es sieh offenbar ganz gleich, ob das Gewicht zu Boden fällt und
daselbst festgehalten wird, oder ob die Kohlenstoff- und Sauerstoff-
atome. die Wasserstoff- und Sauerstoffatome gegen einander stürzen
und schliesslich fest an einander haften. Vorn mechanischen Gesichts-
punkte ans geschieht beim chemischen Process und beim Fall ge-
hobener Massen wesentlich dasselbe.
	Indem das fallende Gewicht mit seiner erlangten Geschwindigkeit
am Boden ankommt, bringt es eine mehr oder weniger mächtige Er-
schütterung hervor, (lie sieh theils als Sehallwellcnbewegnng durch
die Luft fortpflanzt, theils als Wärmebewegung in den an einander ge-
stossenen Massen verbleibt. Ganz denselben Effect müssen wir bei dem
chemischen Vorgang der Verbrennung erwarten, und in der That beob-
achten wir auch hier Wärnieentwiekelung und unter Umständen sogar
auch Sehallerzeugung. Sind (lie Wasserstoff- und Kohlenstoffatome
des Spiritus und (lie Sauerstoffatome der Luft auf einander los gestürzt.
uni sieh zu Wasser 'H.20, und Kohlensäure :CO.,' zu vercini2en. so
sind die Atome und Moleeüle der neugebildeten Verbrenmngsproduete
natürlich in der heftigsten unregelmässigen Bewegung. d. Ii. in Wärme-
bewegung begriffen, und unmittelbar nach der Verbrennung erscheinen
(lie Verbrennungspraduete im gasförmigen Aggregatzustande und glü-
hend heiss. Die Afflaität leistet also bei der Verbrennung eine Arbeit
im mechanischen Sinne, (lie in Form von Wärme zum Vorschein kommt.
und in der That auch nach dem mechanischen Aequivalent der Wärme
in Fusspfanden bereelmet und ansgesverthet werden kann. Sie erken-
nen nun auch. wie man von Spannkraft oder potentieller Energie der
ebemisehen Elemente oder Atome und ihrer Verbindungen , - von
einem mechanischen Aequivalent des Brennstoffes sprechen kann.
	Wenn dann später (lie Verbrennnngsproduetc allmählich sieh ab-
kühlen, d. Ii. (lie lebendige Kraft oder Geschwindigkeit ihrer Atome
und Moleeüle auf (lie Umgebung übertragen und abgegeben haben, so
finden wir in ihnen. in der Kohlensäure und im Wasser. noch dieselben
Sauerstoff-. Kohlenstoff- und Wasserstoffatome wie früher, und auch
(lie Affinität zwischen ihnen ist unverändert vorhanden, nur dass sieh
