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Chemische Affinität, Elektricität, Elektro-Magnetismus,
Licht - insgesammt gleichfalls Bewegungsformen,

	Der Versuch, bei welchem wir (lie Wärme als eine Form der
Triebkraft kennen lernten, bestand, wie Sie sieh erinnern, darin, dass
wir einer, in einem festwandigen Gefässe eingeschlossenen Wasser-
masse fortwährend Wärme zufährten. Die Folge davon war, dass die
Temperatur des Wassers stieg und die Molecule desselben ans einan-
der gedrängt wurden, so dass sein Volumen zunahm. Durch diese
Volumenzunahme wurde in dein benutzten Apparat mechanische
Arb cit geleistet. Die zugeführte Wärme hatte diese beiden Effeete
gleichzeitig bewirkt. Als sieh nun aber das Wasser auf 100 0 erhitzt
hatte und in Dampf zu verwandeln begann, horte das Steigen der
Temperatur auf, dagegen fuhr der Apparat fort, mechanische Arbeit
zu leisten, und wir Überzeugten uns, dass die dem Wasser zugeführte
Wärmeinenge welche als solche, d. Ii. für das Gefühl und (las Ther-
nioineter, verschwand, in einer bestimmten mechanischen Arbeitslei-
stung zur Erseheinnng kam. Wir sahen, so zu sagen, wie die Wärme
ganz und gar sieh in mechanische Triebkraft, in Form von lebendiger
Kraft oder erlangter Geschwindigkeit, umsetzte.
Erinnern wir uns nun, auf welche Weise und wodurch wir (lie
Wärme oder Triebkraft selbst erzeugt haben; es war eine Spiritus-flamme, 
vermittelst welcher wir den Glasballon und seinen Inhalt
elirniten. Und wie war die Spiritusflamme entstanden? Durch die
	rw,
Verbrennung des Spiritus. d. Ii. durch die Vereinigung seiner Bestand-
titeile, der Kohlenstoff- und Wasserstoffatome. mit den Sauerstoffato-men 
der Luft zu Kohlensäure t )O' und Wasser (f120), eine Vereini-
gung, welche durch die sogenannte Affinität oder chemische
Ve rw an dt schaft s kraft bewirkt wird. Das Wesen dieser Affinität
aber haben wir ein Recht, uns gleichfalls als eine einfache mechanische
A n z i eh n n g sic raft zu denken, die hier zwischen den chemischen
