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Die Principien der mechanischen Naturauffassung.
leisten, mit dem Maasse der mechanischen Kraft sich messen lassen und nach ganz bestimmten, in diesem Maasse ausdriiekbaren Aequivalenten sich gegenseitig Wirksamkeit verleihen, oder, wie der bildliche Ausdruck lautet, in einander sich transformiren. Aber sehen wir zu, was wir unter diesem bildlichen Ausdruck, der sich allerdings durch seine Kürze und Bequemlichkeit empfiehlt und eingebürgert hat, eigentlich meinen, d. h. was denn im Sinne unsrer mechanischen Naturauffassung wirklich und eigentlich vorgeht, wenn sich, wie wir sagten, eine Kraft in die andere transformirt, was ja ein logischer Widerspruch ist. Ich werde in meiner Erörterung so Manches wiederholen müssen, was ich Ihnen bereits bei einem früheren Anlasse über das Wesen all dieser Vorgänge und verschiedenen Erscheinungsformen mitgetheilt habe; aber scheuen Sie die Mühe nicht, mir von Neuem aufmerksam zu folgen, die Wichtigkeit des Gegenstandes verdient es vollkommen.
Nach der modernen naturwissenschaftlichen Anschauung besteht, wie Sie wissen, die Materie aus unzählbaren, discreten, d. h. durch Zwischenräume getrennten, unmessbar kleinen Theilchen, den sogenannten Körperatomen und Aetheratomen : die ersteren sind die Sitze der Anziehungskraft, die letzteren die Sitze der Abstossungskraft. Diese Anziehungs- und Abstossungskräfte sind sogenannte Centralkräfte, d. h. sie wirken gleichmässig von einem Centralpunkte aus in geraden Linien nach allen Richtungen des Raumes hin, und die Intensität ihrer Wirkung ist nur eine Function der Entfernung. Alle Bewegungskräfte., die uns in den Naturerscheinungen entgegentreten, sind nichts als verschiedene Aeusserungsformen der eben genannten beiden Urkräfte. So ist die Affinität nicht etwa eine neue Kraft, sondern einfach die Combination oder Resultante der Anziehungs- und Abstossungskräfte der zu unmessbar kleinen Ganzen — den chemischen Atomen — verknüpften Körper- und Aetheratome. — Dasselbe gilt von der Anziehungskraft oder Co hä si on zwischen den Molecülen der Körper, welche aus der Zusammenordnung einer bestimmten Anzahl von chemisch gleichartigen oder chemisch ungleichartigen Atomen als kleine Ganze von höherer Ordnung, aber noch immer von unmessbarer Kleinheit hervorgehen. Auch die Cohäsiou ist also keine neue Kraft, sondern letzten Endes nur eine Combination oder Resultante der den Aether- und Körperatomen innewohnenden Anziehungs- und Abstossungskräfte. — Endlich ist die Schwere oder Gravitation, welche auf messbare, ja ungeheure Entfernungen die Massen oder Molen, die aus Aggregaten von Molecülen bestehen, gegen einander zieht, gleichfalls keine neue Kraft. sondern zuletzt immer nur die Summe der Anziehungs- und Abstossungskräfte. welche den in bestimmter