X. Rckblick: die Umwandlungen der einzelnen Bewcgimgsformcn etc. 279

maschinen), in Licht Glhen(, in elektrische Strme Therinosule)
und in chemische Spannkraft (Dissociation) verwandeln.
	Ein Quantum chemischer Spannkraft oder Affinitt gibt
Wrme Verbrennnng oder elektrische Strme (Batterie).
	Unter Vennittelung der elektrischen Strme aber erzeugt
sich Wrme, entstehen Inductionsstrmc, Magnetismus, mechanische
Arbeit (durch Induction Elektromagnetismus, Elektrodiffusion) , che-
mische Spannkraft und Licht. -
Ui eh t endlich setzt sich in Wrme oder chemische Spaunkraft uni.
	Sie sehen, jede Erscheinungsform wirkungsflliger Kraft lsst sich
in jede andere berfhren oder transformiren, und zwar kann (lies
durch (lie verschiedenartigsten Zwischenglieder und auf den mannig-
faltigsten Wegen geschehen. Allein welchen Weg die Natur beim
Ablauf der in der Welt zu Stande kommenden Vorgnge und Ver-
nderungen oder wir selbst zur Erreichung unserer Zwecke auch ein-
schlagen mgen, niemals und unter keinerlei Umstnden ist ein N c u-
gewinn an wirkungsfhiger Kraft mglich denn so oft auch, nach-
(Lm ein Quantum Triebkraft in der e in en Form durch die wirklich
geleistete Arbeit erselupft worden ist eine oder gleichzeitig mehrere
a n tiere Formen der Triebkraft als Spannkraft oder lebendige Kraft
zum Vorschein kommen, ihre Summe ist immer dem aufgewendeten
'I'rielikraftsquantiai absolut gleiehwerthig oder quivalent.
Diese grosse und fundamentale Wahrheit verdankt the Wissen-
,~uh~ 	rine:
-ift der Entdeck-ung des ineehanisehen Aequivaleuts der WJ
denn (la sieh jede Erscheinungsform der Triebkraft in eine bestimmte
Wrmemeimge umsetzen lsst, so knnen (lie Aequivalemite aller brigen
Naturkrfte auf tins Maass der mechanischen Arbeit zurckgefhrt
werden. - Und wie zwischen Wrme und mechanischer Arbeit, so
zeigt sich zwischen allen Naturkrften ein bestimmtes und unver-nderliches 
Aequivalenzverhltniss, d. Ii. wenn ein gewisses Quantum
Kraft in einer tier verschiedenen Erscheinungsformen verschwindet, so
tritt sic in genau quivalenter Menge in einer anderen Form wieder
auf, so dass tile Triebkraft, genau so wie der Stoff., weder vermehrt
noch vermindert, weder neu erzeugt noch vernichtet werden kann, son-
dern im ganzen Universum in gleichbleibender Menge sieh erhlt.
	Dies ist nun das sogenannte Gesetz von der Erhal-
tun g der Kraft oder Arbeit, dessen Sinn Ihnen nach allen die-
semi Errterungen wohl vollkommen verstndlich geworden sein wird.

	So weit bis heute die Thatsachen geprft sind, gilt das Gesetz von
der Unvernderliehkcit ties Stoffs und von tier Erhaltung der Kraft -
