x.
Rückblick: die Umwandlungen der einzelnen Bewe-
gungsformen in einander; die theoretische Erklärung
des Wesens der Transformationen,


	Wir haben uns in den letzten Stunden bemüht, das Gesetz von
der Erhaltung der Kraft seinem eigentlichen Sinne nach zn erfassen
und verständlich zu machen. Ich glaube. dass uns dies gelungen sein
durfte. und ich halte es nun fur angemessen, einen eingehenden Blick-
blick auf den von uns durchlaufenen Weg zu werfen, sodann das
Gesetz im Sinne der mechanischen Naturauffassung zu beleuchten, um
dann endlich die Wichtigkeit und Bedeutung seiner Anwendung auf
die gesammten Naturerscheinungen - auch auf die sogenannten orga-
nischen oder Lebensvorgänge - darzulegen, womit (las Thema dieser
Vorträge zum Abschluss gelangt.
	Getreu den nüchternen Prineipien der exaeten Natnrfcrsehnng
haben wir damit begonnen, uns auf dem Wege der Beobachtung und
ties Experiments mit allen den verschiedenen Naturkräften und ihrer
Wimknngs- und Erscheinungsweise bekannt zu machen. welche im
Stande sind, Arbeit zu leisten, d. ii. irgend welche Vorgänge und Ver-
änderungen in der Natur zu verursachen.
	Wir lernten zunächst an einigen einfachen conereten Beispielen
ans dein Gebiete der grob-mechanischen Erscheinungen den Begriff
tier mechanischen Triebkraft und den Begriff der mechanischen Arbeit
kennen. Die Naturkräfte, welche wir als mechanische Triebkräfte
kennen lernten, fanden wir erfahrungsgemäss unter zweierlei Umstän-den vor, 
welche uns nuthigten, den allgemeinen Begriff der Triebkraft
näher zu definiren: als Triebkraft in Form von Spannkraft oder
Potentieller Energie, und als Triebkraft in Form von lebendiger
K raft oder aetneller Energie. Der Begriff der mechanischen Arbeit
führte uns zur numerischen Auswerthnng einer bestimmten Quantität
	1s
