﻿27S
Die Prinzipien der mechanischen Naturauffassung.
nicht, was eine gewisse Menge Elektricität ist, und haben daher auch keinen Ausdruck für ihr directes Aequivalenzverhältniss zu den anderen Kräften, allein es gilt, wie ich im jüngsten Vorträge gezeigt habe, nichtsdestoweniger in aller Strenge das Gesetz von der Erhaltung der Kraft auch für alle Wirkungen und Arbeitsleistungen, die unter der räthselhaften Vermittelung des elektrischen Stromes zu Stande kommen.
Die eben gegebene liebersicht Uber die Erscheinungsformen der im Naturganzen thätigen Kräfte erinnert uns daran :
1 dass sich die wirkungsfähige Trieb- oder Arbeitskraft in allen Fällen erschöpft — und zwar genau in dem Maasse, als sie die Arbeit wirklich leistet ; und
2) dass sie wieder hergestellt werden kann, aber immer nur unter der Bedingung, dass eine bestimmte Menge einer anderen Triebkraft dazu aufgewendet wird, gleichgültig welcher Art und Natur diese andere fremde Triebkraft auch seiu mag.
Diese Möglichkeit der Wiederherstellung einer verloren gegangenen Triebkraft durch Aufwendung einer anderen beruht auf der sogenannten Transformation d e r N a t u r k raffe. auf dem Vermögen derselben, gegenseitig in einander überzugehen. — Sie lernten bereits der Erfahrungen viele für diese Thatsache keimen, ich will sie Ihnen jetzt durch noch eine Keilie von Beispielen ad oculos demonstriren.
Ich habe hier ein gehobenes Gewicht, das fallen kann, also ein Quantum disponibler mechanischer Triebkraft in Form von Spannkraft. Fällt das Gewicht, wirkt die Schwere als lebendige Kraft, so entsteht B e w e g ung, und das Gewicht hat am Ende des Fallraumes eine bestimmte Geschwindigkeit, ein bestimmtes Quantum lebendiger Kraft, erlangt. Lasse ich eine Feder gegen die Bolle drücken, so kommt das Gewicht am Ende des Fallraumes ohne merkliche Geschwindigkeit an: dagegen hat sich in Folge der Reibung eine äquivalente Wärmemenge entwickelt. —
Benütze ich die Triebkraft des fallenden Gewichtes, um diese magneto-elektrische Maschine zu treiben, so erhalte ich elektrische Ströme unter Vermittelung des Magnetismus.
Genau dieselben wirkungsfähigen Kraftformen der Wärme und der elektrischen Ströme kann ich auch durch Aufwendung eines Quantums irgend einer anderen mechanischen Triebkraft, z. B. einer gespannten Feder oder der erlangten Geschwindigkeit bewegter Massen, disponibel machen. Kurz, mechanische Kraft gibt Geschwindigkeit bewegter Massen, Wärme und elektrische Ströme.
Die Wärme wieder kann sich in mechanische Kraft Dampf-