﻿X. Rückblick: die Umwandlungen der einzelnen Bowegungsformen etc. 25t
als mechanische Bewegungsvorgänge der Molecule, der chemischen Atome und der Uratome auffassen lernten. Auch die elektrischen und magnetischen Erscheinungen, obschon sie ihrer eigentlichen Wesenheit und Natur nach noch dunkel sind, fügen sich insofern in den Rahmen der mechanischen Naturauffassung, als sie sich an dem Zustandekommen der BewegungsVorgänge in der Natur in einer solchen Weise betheiligen , dass wir berechtigt sind, den Satz auszusprechen, dass alle die verschiedenen Kräfte, welche man früher als die Ursachen der verschiedenen Naturerscheinungen postuliren zu müssen glaubte, wesentlich gleichartig und nur verschiedene Erscheinungsformen einer und derselben mechanischen Kraft sind, die als Anziehung in den Körperatomen, als Abstossung in den Aeth eratomen ihren Sitz hat.
Es ist lehrreich sich hier klar zu machen, wie man zur Aufstellung so verschiedener Naturkräfte kommen musste. Die Forderung, die Naturerscheinungen zu begreifen, heisst so viel, als ihre Gesetze zu finden. In der That ist ein Naturgesetz, nach Helmholtz’ Definition der allgemeine Begriff, unter den sich eine Reihe gleichartig ablaufender Vorgänge zusammenfassen lässt, d. h. es ist der Ausdruck dessen, was allen Einzelfällen einer gleichartigen Erscheinungsweise gemeinsam ist und was wir in allen diesen Fällen ausnahmslos regelmässig wiederkehrend finden. Die Ausnahmslosigkeit ist das Kennzeichen der Wahrheit und Wirklichkeit des Gesetzes. So tritt uns das Gesetz mit zwingender Nothwendigkeit und Gewalt als fremde reale Macht entgegen, und demgemäss ohjectiviren wir es als besondere Natur kraft, und so kommen wir zur Statuirung von einer besonderen chemischen Verwandtschaftskraft oder Affinität, einer besonderen Cohäsionskraft, einer besonderen Schwerkraft oder Gravitation, von Wärme, Licht, Elektricität, Magnetismus und endlich einer besonderen Lebenskraft u. s. w. In diesem Sinne bezeichnet das Wort »Kraft« ein Etwas, das nicht an sich und in seiner Wesenheit bekannt und erkennbar ist, sondern nur durch und in seiner gesetzmässigen Wirkungsweise und mannigfaltigen Erscheinungsform. Nach der mechanischen Hypothese der modernen Naturwissenschaft sind aber alle diese besonderen und verschiedenen Naturkräfte. welche man als die Ursachen der Naturerscheinungen postulirt, letzten Endes auf eine und dieselbe mechanische Bewegungskraft zurückzuführen, welche als einfache anziehende Centralkraft in jedem Körperatom, als einfache a b s t o s s e n d e C e n t r a 1 k r a f t in j edem Aetheratom ihren Bitz hat.
Wir haben ja gesehen, dass in der That alle die verschiedenen Naturkräfte, insofern sie Veränderungen liervorrufen. d. h. Arbeit