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Ueber den Bau und Mechanismus des menschlichen Körpers.
der Luft sich beimengen, welche deshalb immer feucht aus dem Raume herausströmt; wenn sie auch ganz trocken einströmte ; erstere, die Kohlensäure nämlich, welche ebenfalls in der einströmenden Luft fehlt, verräth ihre Gegenwart in der ausströmenden Luft, wenn diese durch Kalkwasser geleitet wird, durch einen weissen Niederschlag von Kreide.
5) Endlich hat der Mensch an Gewicht verloren, wenn er nach Verlauf der Stunde, welche das Experiment gedauert, neuerdings gewogen wird.
So zeigt es sich denn, dass der Mensch in jedem Augenblicke seiner Lebensthätigkeit beständig mechanische Kraft entwickelt und Wärme erzeugt, und ebenso beständig Kohlensäure und Wasser ab-giebt und einen Substanzverlust erleidet.
Offenbar könnte das Leben bei diesem Stande der Dinge nur eine sehr abgegrenzte Dauer haben, da ja der Mensch sehr bald in Nichts zusammenschwinden müsste.
Lange bevor jedoch die Folgen dieses unaufhörlichen, mit der Wärmeabgabe und Kraftentwickelung Hand in Hand gehenden Substanzverbrauchs äusserlich auffallen, verspürt sie das Individuum selbst in Form der beiden gebieterischen Empfindungen des Hungers und des Durstes.
Um Hunger und Durst zu stillen, um den Substanz Verlust wieder gut zu machen und den Körper in den Stand zu setzen, fort zu leben, d. h. auf die Dauer Kohlensäure und Wasser auszuscheiden und Wärme und mechanische Kraft zu entwickeln, muss der Mensch vor Allem und unbedingt zwei Dinge haben und einnehmen.
Diese beiden Dinge sind: reine atmosphärische Luft, welche ein Gemenge von 21 Theilen Sauerstoff und 79 Theilen Stickstoff ist — und dann Speise und Trank oder Nahrung, welche zwar in mannigfaltigster Weise zusammengesetzt sein kann, immer aber, falls sie das Leben auf die Dauer gesund erhalten soll, fünferlei Arten von chemischen Stoffverbindungen in bestimmtem Yerhältniss gemischt enthalten muss — nämlich :
1; Wasser, welches in jedem Getränk, aber auch fast in jeder Speise enthalten ist;
2	sogenannte Proteinstoffe, sehr zusammengesetzte stickstoffhaltige Verbindungen, die sich nur in gewissen Theilen der thierischen und pflanzlichen Gebilde finden, wie im Fleisch, im Mehl, im Ei :
3	Fette, welche im reinen Zustande nur aus Kohlensäure und Wasser bestehen :
4) Kohlenhydrate, welche zwar auch nur aus Kohlenstoff, Wasser-