﻿lieber den Bau und Mechanismus des menschlichen Körpers.
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bereichert mit Ernährungsmaterial, gelangt ins Herz, von dem es durch die Arterien in die Capillaren aller Körpertheile hinausgetrieben wird. Durch die Wandungen der Capillaren quillt dann der Strom des Gewebesaftes, geschwängert mit den durch die Verdauung gelieferten Ersatzstoffen, hervor, durchtränkt die Gewebebestandtheile aller Organe des Körpers und kehrt — nachdem er die durch die Lebensthä-tigkeiten bedingten Verluste gedeckt und sich mit den neu brauchbaren Zersetzungsproducten beladen hat, in den Blutstrom zurück.
So sehen Sie denn, wie es die Aufgabe der Circulationsorgane ist, das Blut in kreisende Bewegung zu versetzen und den Saftstrom im Gange zu erhalten, welcher die Gewebe ernährt, indem er einerseits die dem Blute durch die Darmgefässe zugeführten und beigemischten Nährstoffe entzieht, und an die durchtränkten Gewebe zur Deckung ihres Substanzverlustes abgibt, andererseits, beladen mit ihren Zer-setzungsproducten, welche früher oder später die Form von Kohlensäure, Wasser- und Harnstoff annehmen, ins Blut zurückkehrt. Diese Zersetzungsproducte wird aber das Blut und mit ihm der Körper überhaupt los durch die Excretions-oder Ausscheidungsorgane, deren es drei gibt : die Haut, die Nieren und die Lungen.
So verschieden diese drei Organe auch erscheinen mögen, so sind sie doch alle drei nach demselben Grundschema gebaut. Jedes derselben besteht nämlich zuletzt im Wesentlichen aus vielen zarten Gewebeschichten — wie überaus dünnes Fliesspapier, — deren eine Oberfläche frei liegt oder kleine Hohlräume auskleidet, die nach aussen münden, während diese Gewebeschichten selbst mit einem Capillarge-fässnetz durchzogen sind. Die Auswurfsstoffe werden nun mit dem , Gewebesaftstrom aus dem Blute der Capillaren ausgeschieden und erscheinen an der freien Oberfläche der Gewebeschichten, um von da aus endlich den Körper ganz zu verlassen.
Jedes dieser drei Organe scheidet im Grossen und Ganzen dieselben Auswurfsstofife aus, nämlich : Wasser, Kohlensäure und Harnstoff oder ein anderes stickstoffhaltiges Zersetzungsproduct von ähnlicher Bedeutung, — nur die relative Menge derselben ist verschieden.
Die Haut liefert viel Wasser als Schweiss und dampfförmige Ausdünstung. wenig Kohlensäure und noch weniger stickstoffhaltige Stoffe, wenn wir von den abfallenden Epidermoidalgebilden absehen. Die Nieren scheiden viel Wasser, ein Minimum von Kohlensäure und viel stickstoffreichen Harnstoff aus. Die Lungen endlich auch viel Wasser, Spuren von Ammoniak und sehr viel Kohlensäure.
Aber die Lungen spielen, wie schon erwähnt, noch eine andere Rolle als die eines Ausscheidungsorgans; denn für die an die Luft