292 	Leber den Ban und Mechanismus des menschlichen Krpers.

	Whrend aber der Substanz- und Gewichtsverlust in Folge des
Verbrennungsproeesses ein eon tin n i r Ii eh e r ist, erfolgt der Ersatz
nur periodisch nach den Mahlzeiten.
	Sie sehen daher ein, dass wenn wir einen erwachsenen Menschen,
der sieh im tglichen physiologischen Gleichgewicht befindet, auf eine
usserst empfindliche Sprungfederwage bringen und daselbst tagelang
lassen knnten, die Wagsehale nach den Mahlzeiten rasch sinken, in
den Zwischenzeiten aber allmhlich wieder steigen msste - und (ohne
jemals fr mehr als einige Augenblicke zur Ruhe zu kommen) Tag fr
Tag innerhalb derselben Grenzen auf- und aboseilliren wrde.
	Sie berzeugen sieh ferner, dass es eigentlich gar kein constantes
Krpergewicht des lebenden Menschen gicht und geben kann. selbst
wenn er sieh im sogenannten physiologischen Gleichgewicht der Ein-
nahmen und Ausgaben befindet, d. h. weder abmagert noch starker
wird. Was wir als eonstantes Krpergewicht bezeichnen, ist also nur
ein mittlerer Werth innerhalb enger und eonstanter Grenzen. So wie
ein im physiologischen Gleichgewicht befindlicher Mensch z. B. eine
schwere Last hebt, wird der Gewichtsverlust, welchen derselbe oh n e
diese Anstrengung erlitten haben wurde, sofort um einen bestimmten
Werth sieh steigern. Dem Plus der Ent\viekelnng mechanischer Kraft
entspricht ein Plus des Substanzverlustes. Das physiologische Gleich-
gewicht wird gestrt und die Strung kann nicht anders wieder ausge-
glichen werden, als durch Einnahme eines entsprechenden Pl u 5 von
Extranahrung.
	Ebenso wurde, wenn die Temperatur der Luft fiele und der Kr-
per ebenso warm bleiben sollte als zuvor, die Wrnieproduetion sieh
also steigern msste, ohne das Gleichgewicht zu stren, Extranahrung
eingenommen werden mssen.
	Dagegen wrde andererseits bei Verminderung der Wrmepro-
duetion und der geleisteten mechanischen Arbeit und gleichbleibender
Quantitt eingenommener Nahrung entweder der Krper an Gewicht
zunehmen oder ein Theil der Nahrung unbenutzt bleiben. Es existirt
somit, wie Sie sehen, eine feste Beziehung oder Proportionalitt

A
IV _II,
Resum
	1' Der Strom der Nahrung, welcher in den Krper eindringt. be-
steht aus Stoffen, welche chemische Verbindungen von veriviekelter
Zusammensetzung und verhltnissmssig geringem Sauerstoffgehalt
darstellen.
2 Die Elemente dieser Stoffe verlassen nach mehr oder weniger
