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Ueber den Bau und Mechanismus des menschlichen Körpers.
während die Bauch-, Brust-, Hals-, Mund- und Nasenhöhle, welche die Gangliencentra, den Darm und die übrigen Eingeweide enthalten, die getrennten Abschnitte der ventralen Bohre darstellen.
An Querschnitten des Körpers, welche senkrecht gegen die Wirbelsäule oder die Schädelbasis von rechts nach links geführt werden, lässt sich diese fundamentale, übrigens allen Wirbelthieren eigentümliche Structur einer Doppelröhre wo möglich noch deutlicher erkennen.
Die scheinbar so grosse Differenz zwischen dem Bau des Kopfes und des Rumpfes rührt, wie Sie sehen, wesentlich von dem verschiedenen Verhältniss zwischen den Durchmessern der Ventral- und Dorsalröhre her. Im Rumpf ist erstere gross im Verhältniss zur letzteren, im Kopf gerade umgekehrt. Der Typus der Doppelröhre ist aber derselbe.
Die Gliedmassen oder Extremitäten schliessen keinen solchen Hohlraum ein, sondern bestehen mit Ausnahme verzweigter Gefäss-röhren, die mit Flüssigkeit 'Blut oder Lymphe) gefüllt sind, durchaus aus festen oder halbfesten Gebilden.
Gesetzt, es läge uns ein frischer menschlicher Leichnam vor, untersuchen wir, in welche Bestandtheile er sich zerlegen lässt. Zunächst wird es uns leicht gelingen, eine ziemlich derbe Membran, welche den ganzen Körper im Zusammenhang überzieht und umkleidet, von den darunter liegenden Theilen loszupräpariren. Es ist dies das Integumentum commune, die sogenannte allgemeine Decke, äussere Haut. Diese Haut lässt sich in eine obere und in eine untere Lamelle trennen ; die erstere heisst die Oberhaut oder Epidermis und besteht aus zahllosen, an den verschiedenen Körperregionen in verschiedener Mächtigkeit übereinander gelagerten mikroskopischen Hornschüppchen, welche in den oberflächlichsten Schichten fortwährend abgerieben werden und verloren gehen. Die untere Lamelle heisst die Lederhaut, Dermis oder Derma, und ist ein derbes Gewebe vielfach verflochtener Fäserchen, an dessen Oberfläche eine fortwährende Neubildung von saftigen Zellen, die zu Epidermis verhornen, stattfindet. Eine Verwundung der Epidermis verursacht weder Schmerz noch Blutung ; die verwundete Lederhaut hingegen schmerzt und blutet reichlich. Hiervon hat sich schon Mancher beim Rasiren unfreiwillig überzeugt, wenn das Messer, ungeschickt geführt, einen Gedanken tiefer eingriff als nöthig ist, um die b 1 o s s e n Epidermoidalgebilde, zu denen auch die Haare gehören, zu entfernen.
An allen Körperöffnungen, wie an Mund, Nase, After u. s. w., setzt sich die äussere Haut continuirlich in die sogenannte Schleimhaut fort, welche weicher und röther ist und durch eine an ihrer