	Feber den Bau und Mechanismus des menschlichen Krpers.	297

die wirkliche Zahl getrennter selbststndiger Knochen in verschiedenen
Lebensaltern verschieden, indem manche in der Jugend getrennte Kno-
chen im spteren Alter zusammenwachsen und verschmelzen. So gibt
es ursprnglich 33 Wirbel, welche das Rckgrat zusammensetzen, und
die oberen 24 bleiben durch das ganze Leben getrennt, whrend spter
5 davon, der 25.-29., regelmssig zn einem einzigen Knochen, dem
Kreuz- oder Heiligenbein verwachsen, und die noch brigen untersten
4 manchmal in Eins - das Steissbein oder Coccyx -- verschmelzen.
- So besteht der Schdel eines jugendlichen Erwachsenen ans 21
Knochen; die Zahl derselben im Kindesalter ist jedoch viel grsser,
im spteren Mannesalter kleiner.
	21 Rippen, 12 an jeder Seite, - trotzdem eine derselben im Pa-
radiese zur Bildung der Eva verwendet wurde helfen den Brustkorb
bilden, die meisten derselben sind durch knorpelige Zwisehensttieke
mit dem Brustbein verbunden.
	Am Schultergrtel unterscheidet man stets zwei Knochen: Schul-
terblatt und Schlsselbein.
	Am Becken, in welchem die Beine eingelenkt sind, gibt es im Er-
wachsenen nur zwei Knochen, welche sieh seitlich an das Suc,unt an-
legen und den bezeichnenden Namen (Rau iunoutu?utu haben. Im Kinde
besteht jeder dieser Knochen aus l Stcken, dein (is pubis. iscbii und
liii, die sieh an der Bildung der Gelenkpfanne betheiligen.
	33 Knochen in jedem Anne und in jedem Bein (lie Pate//a mit-
gezhlt
	Nun mssen wir noch die Art und Weise betrachten, wie die lCno-
ehen unter einander verbunden sind, um das Skelet aufzubauen -
einestheils die Hohlrume des Krpers bilden zu helfen. anderntheils
ein System beweglicher starrer Hebel zusammenzusetzen. Die Mittel
hierzu bilden Nahte. steife knorpelige Bandniasse und Knorpel: Ge-
lenke fihrse Kapsel, Bnder, Knoehenenden mit Knorpelherzng und
Svnovialhaut.
	Die Gelenke spielen so frei und leicht . und der Schwerpunkt des
Krpers liegt so hoch oben im Rumpf dass man keinen Leichnam zum
freien aufrechten Stehen bringen kann. immer knieken dabei die Glie-
der zusammen und - machtlos dein Gesetz tier Schwere folgt sie,
die entgtterte Natur
	Die aufrechte Stellung, auf welche sie]! der glubige Mensch so
viel zu Gute tliut und welche er doch so leicht und ohne daran zu den-
ken annimmt, ist (las Resultat eines hchst eomplieirten und feinen Zu-
sammen- und Gegeneinanderwirkens fast smmtlieher Skeletmuskeln.
Was ist es nun, was these freie abgestufte Muskelthtigkeit ins
