22 	teber die Spermatozolden von Salamandra atra.

hier fter gelingen, durch rasches Vergrssern oder Verkleinern der
Focaldistanz eine vollstndige Anschauung zu erhalten.
	Es wre zwecklos und viel zu ermdend, hier ausfhrlicher auf
die Menge der einzelnen Erscheinungen bei den verschiedenen Lagen
der Samenfden einzugehen; nur jener speciellen Flle soll noch Er-
whnung geschehen, durch deren einseitiges Festhalten die bisher
ber das Flimmerphnomen an den Samenfden der Salamander und
Tritonen aufgestellten Hypothesen hervorgerufen wurden, um diese
letzteren zu erklren und zu berichtigen.
	Bei einer totalen Seitenansicht, besonders, wenn die Membran
rasch undulirt, mssen die im Focus liegenden Theile des verdickten
Randes als kleine Pnktehen erscheinen, welche, durch bestimmte
Zwischenrume von einander getrennt, in coiistanter Entfernung von
der convexen Seite des gekrmmten Schwanzes von vorn nach hinten
laufen (Taf. 3, Fig. 6). Die Punktehen sind begreiflicher Weise mit
Zerstreuungskreisen umgeben, welche alternirend gleiche Gestalten
haben. Auf diese Art prsentirt sich (las Flimmerphnomen wohl am
hufigsten. SPALLANZANI und MAYER') wurden durch solche Bilder
getuscht, wenn sie von ruderfrmigen Hrehen und laufenden Flimmer-
kgelchen sprachen.
	Eine ganz andere Anschauung erhlt man, wenn man senkrecht
auf den Rcken des Schwanzes von oben herabsieht; es liegt dann der
Schwanz in der Mitte, whrend rechts die Wellenthler und links die
Wellenberge des undulirenden Randes hervorragen (Taf. 4, Fig. 3
und Taf. 3, Fig. 1, ttt, Fig. 2, w . . t). Wegen der schon erwhnten
Durchsichtigkeit der Membran knnte man hier den Rand mit einem
freien, spiralig um den Schwanz laufenden Faden verwechseln (wie
SIEBOLD, WAGNER und DUJARDIN wirklich gethan haben, wenn nicht
die lleberkreuznngsstellen bei t t t Fig. 1 bei jedweder Focaldistanz
unter einander denselben grssern oder geringem Grad der Deutlich-
keit zeigten, was doch unmglich der Fall sein knnte, wenn der
verdickte Rand in der That einmal hinter dem Schwanze auf seiner
Spiraltour herumliefe und diesen kreuzte. Bei DuJA1WIN 3) selbst
findet sich folgende Stelle M. de Siebold qui tout d'abord a adopt
l'kypothse de l'enroulement en spirale, dit bien qu' avec un fort grossisse-
ment on ne volt pas en inne temps au foyer les deux cdtes opposs de la
spire ce qui ne laisserait aucun doute sur sa vraie disposition; mais je le

I SPALLANZANI: Opsculi cli fisica anirnal. Modena 1776. V. II. p. 6.
2 MAYER: Froriep's N. Bd. L. p. 165. 1836.
3 A. a. 0.
