II.

Ueber die SpermatozoIden von Salamandra atra,


Ein Beitrag zur Kenntniss der festen Formbestandtheile im Samen der
Molche.
[Vorgetragen am 7. März	1849 in d. natuiwissenschaftt. Section der schies. 
Ges. f.
vaterl. Cultur. - Abgedruckt als Nachtrag zum Bericht über die Thätigkeit d. 
Gesell-
schuft i. J. 1848. Ein Auszug ist abgedruckt in d. Zeitschrift f. 
wissenschaftliche
	Zoologie 1850, Rd. II, S. 350

(Hierzu Tafel 3 und 4).




	Der Same aller bisher genau untersuchten Molche enthält eine
ungeheure Anzahl fadenförmiger SpermatozoIden, an welchen ein
eigenthümliches Flimmerphänomen zu bemerken ist. Die Vermuthung
liegt nahe, dass diese höchst auffallende Eigenschaft wohl den Sper-
matozoIden sämmtlicher Thiere dieser Zunft als charakteristisches
Merkmal zukommen möge. Da nur die speciellsten Untersuchungen
Gewissheit über diesen Punkt geben können und überdiess die An-
sichten über das Flimmerphänomen getheilt sind: so stehe ich nicht
an, nachfolgende Bemerkungen über die noch nicht genau gekannten
Samenfäden von Salamandra atra und über das Wesen dieser Art des
Flimmerphänomens zu veröffentlichen.
	Ich verdanke der grossen Güte meines Oheims, Professor Dr. Jos.
JUL. CZEItMAK zu Wien, mehrere Exemplare des erwähnten, höchst
interessanten und nur wenigen Beobachtern   zugänglichen Thieres
wodurch mir im September 1848 die Gelegenheit geboten wurde, vor-
liegende Untersuchungen zu veranstalten.

I. Von der äusseren Gestalt der Spermatozolden.
	Die SpermatozoIden des schwarzen Erdmolches sind dünn, lang
und in zwei ungleiche - in vielfacher Beziehung sehr verschiedene -
