26 	ljeber'dlle Sperinatozolden von Salamandra atm.

wirken, so schwimmt der Samenfaden in einem weiten Kreise umher,
ohne aus dem Gesichtsfelde des Mikroskops herauszukommen. In
diesem speeiellen Falle ist noch die steuernde Wirkung des nach hinten
abstehenden Kopfes zu berücksichtigen.
	3) Ist der Samenfaden vielfach zusammengebogen, so dass sich
die Wirkungen der Undulationen aufheben, so bleibt derselbe ruhig
liegen, bis auf das freie Schwanzende, welches, so lange die Schwin-
gungen dauern, in zitternder Bewegung erhalten wird.
	Betrachtet man eine Partie Samen aus den Hoden, so findet mau
häufig die Samenfäden ganz ruhig neben einander liegend; erst später
besonders nach Verdünnung mit Wasser) beginnt hie und da und end-
lich überall Bewegung. Liegen die Samenfäden in grossen Massen
beisammen, wie oben erwähnt, so beobachtet man entweder ein unregel-
mässiges Gewimmel oder gleichmässige wellige Biegungen, wie an
einem vom Winde bewegten Getreidefelde; zu gleicher Zeit fallen bei
gehöriger Aufmerksamkeit unter sich parallele, senkrecht auf der
Längsaxe des SpermatozoIden stehende Schattenstreifen in die Augen,
welche schnell hinter einander herlaufen, - sie rühren von den gleich-
mässigen Krümmungen der verdickten Ränder der nndnlirenden Mem-
branen her. Im Samen ans dem Vas defcrens herrscht immer die
lebhafteste Bewegung.
