20 	Heber die Sperinatozolden von Salamandra atm.

die immer zunehmende blasige Erhebung gekrümmt und zusammen-
gebogen wird, und endlich spiralig gewunden mit dein Rücken an die
innere Oberfläche einer grossen Blase befestigt und von ihr ganz
eingeschlossen erscheint )Taf. 3, Fig. 8, A, B, C, D, E, G. -).
	Der Umstand, dass sieh die schlauchförmig ausgedehnte Um-
hüllungshaut durch Imbibition in eine grosse kugelige Blase verwandeln
lasse, giebt einen bedeutungsvollen Wink über ihre Entstehungsweise.
indem sie in den angeführten Vorgängen offenbar die durchlaufenen
Entwickeluugsstadieu bis zur ursprünglichen Kugelgestalt nur wieder
herabsteigt. Sollte sie etwa die durch das Waehsthum des Samenfadens
ausgedehnte Membran jener Kerne sein, in welchen KÖLLIKER die
Samenfaden sieh entwickeln sah? - Uebrigeus scheinen mir die
beschriebenen blasenförmigen Erhebungen jenen räthselhafteu An-
schwellungen, die KÖLLIKER i) an den unreifen Samenfäden so vieler
Thiere beobachtet hat, zu entsprechen.
	Von Aussen nach Innen vorgehend, findet man somit den Kopf:
1) aus der Umhüllungshaut, 2) der Schlauchhaut, 3) dem Inhalte; und
den Schwanz: I) aus der Umhüllungshaut, 2) dem soliden ?) Haupt-
faden zusammengesetzt. (Taf. 3, Fig. 9, Fig. 10).





III. Von den Bewegungen der Samenfäden. 2)
	Die SpcrmatozoIdcn kommen im Hodensamen: 1) einzeln und frei
suspeudirt vor; 2) durch zufällige Aneinanderreihung in grösseren
welligen oder verfilzten Massen vereinigt, und ) auf einem kugeligen
granulöseu Körper, wie die Blüthen der Syngenesistcn auf dem Blüthcn-
boden, mit den Köpfen festsitzend und wie die Radien einer imaginären
Kugel angeordnet. Diese letzte Art des Vorkommens unreifer Samen-
fäden fand KÖLLIKER 3) bekanntlich im Samen vieler Thiere. Im Vas
deferens finden sic sich meist isolirt und frei beweglich. Die Beweg-
ungen der ganzen Samenfaden werden durch diese zufälligen Arten
des Vorkommens natürlich verschiedentlich gehindert und modificirt.
	Ich werde zuerst die Bewegungen der accessorischen Membran,
sodann die des Kopfes und des Schwanzes, und cudlieh die aus diesen
beiden Momenten resultirenden Arten der Ortsveränderung der ganzen
Samenfaden beschreiben.



	I KÖLLmKER: Die Bildung der Samenfäden in Bläschen. . . etc. Neuenburg
1846.
	2 Das in diesem Abschnitt Mitgetheilte gilt im Allgemeinen von den Samen-
fäden der Salamander sowohl, als der Tritonen.
KÖLLIKER a. a 0.
