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ebenso diejenigen der verschiedenen Drüsen. Wo die Berührung der beiderlei Bildungen in einer Fläche geschieht, da dringt das Gefässnetz überall bis dicht zu dieser heran, breitet sich, den Ein- und Ausbiegungen derselben folgend, gleichfalls flach an ihr aus, und erreicht unmittelbar unter der adhärirenden Belegschicht seine grösste Dichtigkeit. Anfangs haben die verschiedenen Gefässe alle denselben einfachen Bau und besitzen ausser ihrer Endothelschicht höchstens noch eine zeitige Adventitia, die sie nur unvollständig vom angränzenden Gewebe trennt. Entwickelt sich nun das Gefässsystem weiter, so ergiebt es sich ganz naturgemäss, dass die zuerst vorhandenen Gefässe, soweit sie überhaupt persisti-ren, zu den grösseren Stämmen sich umwandeln, und in Capillaren einmünden, die mittlerweile wieder neu sich bilden. Indem aber nach Aussen von der zuerst vorhandenen flachen Gefässlage neue gefässfübrende Gewebsschichten sich bilden, in welche nun der eigentliche Capillarbezirk vorrückt, wird jene zu der intermediären Gefässplatte, wie wir sie am Medullarrohr als Pia mater, am Auge als Chorioidea, an den Schleimhäuten in den Submucosæ und an der Haut im Unterhautzellgewebe kennen,
Sowohl bei der Anlage von Häuten, als von parenchymatösen Organen, können die beiderlei Bestandlheile sich, mehr oder minder innig, räumlich durchdringen. Am vollständigsten tritt diese Durchdringung bei den complicirtern Drüsen ein, wie bei der Leber, den Nieren, den Sexualdrüsen; ebenso ist sie eine sehr weitgehende bei den nervösen Centralorganen, was um so bemerkenswerther ist, als sie hier nicht von Anbeginn vorbereitet ist, sondern erst nachträglich sich ausbildet. Sehr bemerkenswerth gestaltet sich das Yerhältniss bei der Retina; diese nämlich ist von zwei Seiten her von Gebilden des mittlern Keimblattes umgeben, und bei der früheren Entwicklung der äusseren Gefässschicht sollte man erwarten, dass von ihr aus Capillaren in jene hineinwachsen. Das ist aber nicht der Fall, sondern die aus der äusseren Wand der secundären Augenblase so früh schon gebildete Pigmentschicht bildet einen strengen Abschluss, der nicht durchbrochen wird. In verhältnissmässig sehr später Zeit erst entwickelt sich auf der Innenfläche der Augenblase ein Gefässnetz, das bei den niedrigeren Wirbelthierklassen als Gefässschicht der Hyaloidea stehen bleibt, und nur bei den Säugethieren in die Retina selbst sich fortsetzt. Hier dringt es bis zur Zwischenkörnerschicht vor und bildet allda eine flache Capillarschicht, welche den Abschluss zwischen den äussern gefässlosen und der innern gefässhaltigen Lage bildet; jene, aus Stäbchen und äussern Körnern bestehend, verhält sich dieser gegenüber ähnlich, wie eine Epithellage zur unterliegenden Schleimhaut, und sie lässt sich ganz wie eine solche nach vorheriger Maceration leicht von ihrer Unterlage abstreifen.
Wir können es dem Obigen zufolge als eine für Flächen sowohl, als parenchymatöse Organe durchgreifende Regel aufstellen, dass überall, wo das mittlere Keimblatt im Lauf der Entwicklung auf Produkte von einem der zwei Gränzblätter stösst, sofort ein dichtes Capillarnetz an der Berührungsstelle sich entwickelt, das dann in der Folge Zeitlebens sich erhält. Einzig zu Gunsten der durchsichtigen Augenmedien erleidet die Regel