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geben die Erklärung für alle ihre anatomischen Eigentümlichkeiten, ihre Geschlossenheit zumal und die Glätte ihrer Wandungen. Das Vortreiben der letztem durch die Eingeweide, von dem die Anatomie spricht, ist insofern allerdings wörtlich zu nehmen, als in der That die einzelnen Organe nach und nach, in die zuerst einfach spaltförmigen Höhlen hinein wachsen, mehr oder minder gegen dieselben sich abschnüren und in eben dem Maass den verdichtenden Flächeneinfluss erfahren, als sie sich der Höhle frei zuwenden.
Weit später als die Leibeshöhle scheidet sich die seröse Höhle der Arachnoidea. Ihre Bildungsgeschichte kann nur im Zusammenhang mit derjenigen der übrigen Hirn- und Rückeumarkshäute betrachtet werden. Diese sind, wie man jetzt bestimmt weiss, Produkte des mittleren Keimblattes. Nachdem das Medullarrohr von den Kopfplatten und den Ur-wirbeln ringsumher umwachsen ist, liegt es, Anfangs einem Cylinderepithel nicht unähnlich, der Wand des umgebenden Rohres an. Immerhin besteht nur geringe Adhäsion an dieser und bald sieht man auch, wenigstens beim Rückenmark mit grosser Entschiedenheit, einen freien Zwischenraum zwischen Rohr und Inhalt auftreten, der beim Hühnchen vom fünften Tag an von den sehr feinfasrigen Nervenwurzeln durchsetzt wird. Die Wand des Kanals ist erst völlig glatt und in ihrer Umgebung erfährt das Gewebe, von der Zeit des Schlusses an beginnend, eine zunehmende Verdichtung und concentrische Anordnung seiner Elemente. In die verdichtete Randschicht dringen nun, am Rumpf von den Intervertebral-, am Schädel von den Kopfgefässen aus Blutgefässe vor, deren Bildung wir zwar in loco geschehend, aber an die bereits gebildeten Stämme anschliessend uns vorzustellen haben. Am Schädel ist es die Basis, am Wirbelkanal die Vorderfläche, welche zuerst von den Gelassen erreicht wird. Von da aus aber verbreitet sich rasch ein dichtes Netzwerk über den ganzen Umfang der Höhlenwand, dieser letztem dicht anliegend. Von der Zeit an, da sich die Gefässlage gebildet, lockert sich das Gewebe an deren Innenseite auf, und von ihm ausgehend treten conische, aus feinen Spiudelzelien zusammengesetzte Stränge gegen einwärts hin. Bald erreichen sie Gehirn und Rückenmark und sic stellen nun die ersten Anlagen der in diese Organe hineinwachsenden Gefässe dar. Am Schädel treten diese Sprossen auch wiederum zuerst an der Basis, im Wirbelkanal an dessen Vorderfläche auf, an letzterer Stelle erscheinen sie in einer gewissen Breite und stellen in ihrer Gesammt-heit das Septum anterius dar, welches Anfangs breiter als tief erscheint. Besonders hübsch sind diese Sprossen, welche beim bebrüteten Hühnchen zwischen dem sechsten und siebenten Tag hervortreten, dann zu sehen, wenn man in der angegebenen Zeit einen Medianschnitt der Wirbelsäule bereitet; sie zeigen sich an der Vorderfläche des Kanals in dichter Reihenfolge und ertheilen dem Schnitt das Ansehen einer tief gezähnten Säge. Nächst der Vorderfläche des Marks scheinen auch die Abgangsstellen der Nervenwurzeln frühzeitig von Gefässanlagen erreicht zu werden, indess ist aus naheliegenden Gründen das Bild hier weniger prägnant; ähnlich verhält sichs mit der Rückfläche des Marks, an welcher die Sache deshalb weniger genau verfolgbar ist, weil dieselbe zu der Zeit der Membrana reu-