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der Richtung geringeren Druckes folgend. Es erweist sich somit, dass die Endothelien zwischen den Höhlen und Intercellularsubstanzen des mittlern Keimblattes keinen wirklichen Abschluss bilden, weshalb denn auch diese physiologisch als ein Ganzes betrachtet werden können, insofern sie in gleicher Weise an der Function Theil nehmen, die allgemeine Ernährungsflüssigkeit des Körpers zu beherbergen. Anders verhält es sich wiederum mit den ächten Epithelien ; soweit wir wissen, setzen unter Normalverhältnissen diese allenthalben dem Durchtritt unveränderten Blultranssudats einen festen Widerstand entgegen, daher wir als eine, nur unbedeutende Ausnahmen erleidende Regel finden, dass die normalen Sekrete kein Eiweiss enthalten. Sowie die Epilhelschicht abgestossen wird, oder erheblicher entartet, ändert sich das Verhältniss, und es tritt nun aus der äussern Haut, aus den Schleimhäuten, aus den Nieren eine Flüssigkeit hervor, die die wesentlichen Charaktere eines Transsudates an sich trägt. Allein auch in umgekehrter Richtung bilden die ächten Epithelien einen Abschluss, wie ihn die Endothelien niemals gewähren. Es ist ein Gegensatz, auf den auch Bichat schon aufmerksam gemacht hat, dass während die serösen Höhlen die allergrösste Vulnerabilität besitzen, die Schleimhautkanäle sämmtlich eine bedeutende Indifferenz gegen ihren Inhalt an den Tag legen ; ein kleiner fremder Körper, ein leichter chemischer Reiz bringt in der serösen Höhle die stürmischste Reaction hervor, während die mit nur dünnem Epithel bekleidete Darmschleimhaut erst dann erheblich erkrankt, wenn bereits eine sehr intensive Verletzung oder Anätzung ihrer Oberfläche stattfindet. Es ist dies um so auffallender, als ja die serösen Häute äusserst gefäss- und nervenarm sind, während bei den Schleimhäuten das Umgekehrte eintrifft , und es wäre das gegenseitige Verhältniss völlig unerklärlich, wenn es nicht durch die verschiedene Permeabilität der beiderseitigen zelligen Ueberzüge bedingt wäre. Bei der nahen verwandtschaftlichen Beziehung, in welcher die Endothelien zu den unterliegenden Geweben stehn, bieten sie auch, sobald in diesem Gewebe lebhaftere Vegetationsvorgänge erfolgen, oder sobald der Inhalt des umschlossenen Hohlraumes schwindet, der Verwachsung der zuvor getrennten Wandung keinerlei erheblichen Widerstand. In der Weise sehen wir nicht allein pathologisch die vielfältigsten Verwachsungen seröser Höhlen eintreten, sondern auch im Lauf normaler Entwicklung treten solche vielfach ein; ich erinnere blos an den Verschluss des processus vaginalis, an denjenigen der Umbilicalgefässe und des ductus Botalli, sowie an den von unzähligen kleinern Gefässen bis zu den Capillaren herab, welche, nachdem sie einmal ihre Rolle erfüllt, als einfache derbere und zellenreiche Stränge im Gewebe verbleiben, und diesem ein mehr oder minder areoläres Gefüge ertheilen können. Aehnliche Verwachsungen kommen bei Höhlungen, die mit ächtem Epithel bekleidet sind, nicht anders als völlig partiell vor; für den Urachus, den man gewöhnlich verwachsen liess, hat erst kürzlich Luschka bewiesen, dass er nicht allein zeitlebens permeabel bleibt, sondern dass er sogar selbstständig weiter vegetiren und zur Bildung kleiner Cysten Veranlassung geben kann. Selbst da, wo man Verwachsungen von Schleimhautgängen künstlich herbeizuführen gesucht
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