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Baur.
Anzahl von Faktoren, die ich aber noch fast gar nicht untersucht habe, beeinflußt die Blütengröße, die relative Größe der beiden Lippen, die Form der Oberlippe, die Länge des Blütenstieles und ähnliches. Untersuchungen über diese Faktoren sind im Gange, aber noch sehr wenig weit gediehen. Eine zweite Gruppe von Faktoren, die einzige, die ich bisher schon etwas eingehender untersucht habe, beeinflußt die Blütenform insofern, daß die Blüte normal zygomorph, oder radiär pelorisch, gebaut ist. Hier läßt sich zunächst unterscheiden ein
Faktor E.
Eine Pflanze, die zwar alle anderen Faktoren für zygomorphe Blüte enthält, aber nicht E, blüht radiär pelorisch (Textfig. i B). Ich habe z. B. eine völlig konstante Rasse von der Formel bbffrrmmaa-liccDDggee in Kultur, die nur Blüten von der in Textfig. iB abgebildeten Form und der in Fig. 7 Taf. I dargestellten Farbe bildet.
Faktor P.
Ein weiterer Faktor, der zygomorphe Form der Blüte bedingt, ist der Faktor P. Alle Pflanzen, die diesen Faktor nicht enthalten, blühen ebenfalls radiär pelorisch, auch wenn sie im übrigen ee oder Ee enthalten. Die radiär pelorische Form, die durch pp bedingt wird, ist jedoch eine andere als die durch ee bedingte vorher beschriebene radiäre Pelorie. Eine Pflanze von der Formel BBFFRRMMAALLccddEEpp ist in Textfig. 1 A abgebildet, eine einzelne Blüte davon in Fig. 30 Taf. I.
Während bei den Pflanzen, die eepp in der Formel enthalten (Textfig. 1B), sämtliche Blüten ganz gleichmäßig radiär pelorisch gebaut sind, tragen die EEpp - Pflanzen durchweg pelorische und zygomorphe Blüten (Textfig. 1A).
Meistens überwiegen unten und ganz oben an einem Blütenstand die zygomorphen Blüten, in der Mitte dagegen die radiären. Diese eigentümliche Verschiedenheit der Blüten vererbt die EEpp-Sippe völlig konstant, und zwar ist zwischen der Deszendenz einer geselbsteten radiären und der Deszendenz einer geselbsteten zygomorphen Blüte einer solchen EEpp-Pflanze kein Unterschied. Die Nachkommen tragen immer wieder normale und pelorische Blüten nebeneinander.
Die Kreuzung der eePP- und der EEpp-Sippe, also der pelorischen Rasse Fig. 1B mit der pelorischen Rasse Fig. 1A, ergibt eine homogene Fi mit ausschließlich normalen Blüten, da ja auf diese Weise EePp-Pflanzen, die jetzt die beiden Faktoren für normale zygomorphe Blüte wenigstens je einmal enthalten, entstehen. Näheres über derartige Kreuzungen werde ich im folgenden mitteilen (S. 86).