﻿Vererbungs- und Bastardierungsversuchc mit Antirrhinum.
47
3. Erbeinheiten der
Blattfarbe.
Zunächst sei hier ausdrücklich hervorgehoben, daß sämtliche Blütenfarbenfaktoren, nur vielleicht mit Ansnahme des Faktors G, auch die Blattfarbe mit beeinflussen. Die Blätter und Stengel aller Pflanzen, die B und F enthalten, zeigen, wenigstens bei Kultur in mäßig warmer Temperatur und hellem Lichte einen mehr oder
Von anderen mendelnden Faktoren der Blütenform kenne ich dann noch einen, dessen Nicht Vorhandensein die in Textfig. 2 wiedergegebene Blütenform bedingt. Das Verhalten dieses Faktors zu E und P habe ich noch nicht
untersucht.
Vermutlich wird sich heraussteilen, daß auch die normale zygomorphe Blütenform von einer größeren Anzahl von Erbeinheiten abhängt, und daß das Fehlen einzelner oder mehrerer von diesen Faktoren die anderen Blütenformen, Schützer, wie Textfigur 2, radiäre Pelorien, Textfigur iA und B, Apetala-Formen, wie in Textfigur 3 abgebildet, und ähnliche Blütentypen mit sich bringt. Die Klarlegung dieser Verhältnisse wird wohl noch die Arbeit einiger Jahre kosten.
Fig. 2. Blüten von A. 312.
Fig. 3. Blüten von A. 543.