﻿68
Baur.
A. 1 war erwachsen in S. 06. 3, und zwar aus Samen von einer selbstbefruchteten aureablättrigen Pflanze des Jahres 1905, über deren Aussehen ich aber keine Notizen habe. A. 1 war grünblättrig und hatte rot a. e. Delila Blüten von normaler Form. Nachkommenschaft aus Selbstbefruchtung wurde gezogen in S. 07. 42. Hier erfolgte eine Aufspaltung in die Farbenkategorien rot a. e. Delila, rot a. g. Delila, elfenbein und gelb. Die Blattfarbe war überall grün. Eine gelbblühende Pflanze aus dieser Aussaat ist A. 54. Um über die Formel von A. 1 völlige Sicherheit zu bekommen, habe ich in S. 09. 315 eine noch vorhandene 06 durch Selbstbefruchtung von A. 1 gewonnene Frucht ausgesät. Das Resultat war auch hier eine Spaltung in die gleichen Farbenkategorien, wie sie in S. 07. 42 aufgetreten waren.
Im einzelnen ergab sich in beiden Aussaaten folgendes Verhältnis :
Tabelle IX.
(A. 1 xA. 1, S. 07. 42, S. 09. 315.)
Farbenkategorien	gef. in S. 07. 42	gef. in S. 09. 315	zusammen in beiden Aussaaten	theoretisch berechnet
rot a. c. Delila		5	13	18	(9)	1^,5625
rot a. g. Delila		2	2	4	(3)	6,1875
elfenbein		4	5	9	(3)	6,1875
gelb		I	I	2	(1)	2,0625
Sa				33	33.0000
Danach hat also A. 1 die Formel AABBCcddEEFfgghhiiMMNNPPRR gehabt.
Eine gelb blühende Tochterpflanze von A. 1 ist wie gesagt A. 54. Geselbstet gab sie in S. 08. 132 eine völlig einheitliche, gelb blühende Nachkommenschaft (zur Blüte groß gezogen wurden 12 Pflanzen). Für A. 54 ist als Deszendent von A. 1 und auf Grund seines Aussehens die Formel AABBccddEEffgghhiiMMNNPPRR anzusetzen.
Eine Tochterpflanze von A. 54 ist nun endlich A. 334, die zu sehr vielen Kreuzungsversuchen verwendet wurde, von denen freilich hier vorläufig nur über einen berichtet werden soll.
Die Formel von A. 334 muß die gleiche sein, wie die des völlig homozygotischen Elters, also ebenfalls: AABBccddEEffgghhiiMMNNPPRR.
Soviel hier zur Orientierung über eine Anzahl meiner Stammpflanzen, die in den jetzt zu beschreibenden Versuchen verwendet worden sind.