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Baur.
A. 351 wich, wie oben gesagt, von den beiden Schwesternpflanzen nur dadurch ab, daß es als Ende eines Blütenzweiges zwei ganz regelmäßig radiär pelorische Blüten, genau von der Form, die für A. 14 beschrieben ist, auf wies. In der ganzen sonstigen Deszendenz von geselbstetem A. 40 sowohl, wie von geselbstetem A. 103 war etwas ähnliches nicht beobachtet worden. Es wurde zur Untersuchung der Erblichkeit dieser pelorischen Blüten jede mit eigenem Blütenstaub befruchtet und ebenso wurden einige normale Blüten von A. 351 ge-selbstet. Samen einer normalen Blüte wurde in S. 09. 116, die Samen der pelorischen Blüten in S. 09. 117 a und S. 09. 117 b gesät. Das Resultat war, daß zunächst alle Pflanzen grünblätterig waren. A. 351 ist also, wie A. 181 nn. In bezug auf die Blütenfarbe erfolgte eine Spaltung in rot a, e. bzw. a. g. in schwarzrot a. e. bzw. a. g. also genau wie bei A. 178 und A. 181. Eine genaue Zählung unterließ ich hier. Daß ungefähr ein Viertel rot : drei Viertel schwarzrot vorlag, war ohne weiteres zu sehen. A. 351 war also auch Cc und Li, d. h. hatte genau die gleiche Formel wie A. 181.
Die Deszendenz der normalen und der pelorischen Blüten war nicht verschieden. Von den Nachkommen der normalen Blüte wurden 48 groß gezogen, von denen der beiden pelorischen Blüten 36 bzw. 48. Alle diese Pflanzen hatten völlig normale Blüten. Die Bildung der beiden pelorischen Blüten auf A. 351 war danach also wohl keine Mutation, sondern eine reine Modifikation1).
4. A. 44 x A. 67.
elfenbein, normal.	weiß, normal.
. . BBCc . . EEff . . hh . . . . NNPP . . j . . bb .... EE .... hh . . . .NXPF . .
F. 1 dieser Kreuzung wurde in S. 08. 294 gezogen und bestand ans 28 Pflanzen, die rot a. e. ganz, 7 die rot a. e. Delila und 1, die gestreift auf a. e. ganz blühte. Die Blütenform war überall normal. Auf die Deutung der gestreiften Pflanze möchte ich in dieser Publikation nicht eingehen, über das Wesen und die Erblichkeit der Streifung werde ich später publizieren. Vorläufig sei diese gestreifte Pflanze als rot gezählt. Wir hätten dann 28 rot a. e. ganz : 8 rot a. e. Delila. Das ist offenbar das Verhältnis 3:1. Das Rot dieser F. 1-Pflanzen war sehr blaß, genau wie das von Fig. 9 Tafel 1, d. h. genau das
r) Das Auftreten von ganz peloiischen Blüten auf Individuen normalblütiger Sippen habe ich mehrfach beobachtet. Die Erblichkeit habe ich aber nur in dies.m <inen Falle untersucht.