﻿Vc-rerbungs- und Bastardic rungs versuche mit Antirrhinum.	g g
von Interesse, festzustellen, ob auch die Resultate dieser Versuche in Einklang stehen mit den von mir eingeführten Erbeinheiten.
Schwierigkeiten macht hier wohl nur eine Identifizierung der Farbenbezeichnung und hier muß daher erst eine gemeinsame Basis geschaffen werden. Ich gebe deswegen zunächst die Farbenbezeichnung von de Vries, Miss Wheldale und mir, so, wie sie einander entsprechen.
de Vries	Miss Wheldale	Bau r
—	white	weiß
weiß z. Teil	ivory	elfenbein
—	yellow	gelb
weiß z. Teil	rose Delila	fleischfarbig a. e., Delila
fleischfarbig	rose	fleischfarbig a. e., ganz
—	crimson Delila	rot a. g. Delila
—	crimson	rot a. g. ganz
Delila	magenta Delila	rot a. e. Delila
rot	magenta	rot a. e. ganz
Ist man sich erst über diese Differenz in der Bezeichnung der Farben klar, so sind die Versuchsergebnisse von de Vries sowohl wie von Miss Wheldale völlig in Einklang mit den von mir aufgestellten Erbeinheiten. Ich will dies an der Hand eines Beispieles zeigen, de Vries z. B. kreuzte eine „rote'* und eine „weiße“ Pflanze. Beide Pflanzen hatten bei Selbstbefruchtung konstante Deszendenz. Gekreuzt gaben sie eine rote F. i und in F. 2 erfolgte eine Aufspaltung in „rot, fleischfarbig, Delila und weiß“, im Verhältnis 51 : 16 : 31 : 2.
Die rote von diesen beiden Pflanzen hatte demnach wohl die Formel AABBCCDDEEFFgghhiiMMNNPPRR. Die weiße Pflanze dagegen kann, das werden wir gleich sehen, in Wirklichkeit nur eine „fleischfarbig a. e. Delila“-Pflanze gewesen sein von der Formel aabbcc-ddEEFFgghhllmmNNPPRR.
F. i der Kreuzung zweier Pflanzen von diesen Formeln muß rot a. e. sein, wie de Vries auch fand und F. 2 muß bestehen aus rot a. e. ganz, rot a. e. Delila, fleischfarbig a. e. ganz und fleischfarbig a. e. Delila im Verhältnis 9:3:3:!.
Vergleichen wir diese theoretisch verlangten Zahlen mit den von de Vries gefundenen, so bekommen wir:
1) de Vries, Mutationstheorie Bd. II, S. 196