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Baur.
Der Faktor d mendelt, wie auch alle anderen bisher besprochenen Faktoren, völlig unabhängig von den übrigen, z. B. ergibt eine Kreuzung von b bccffr Rmm a a LLdd also „fleischfarbig a. e. Delila“ (Delilaform zu Fig. 6 Taf. I) mit bbccffrrmmaaiidd also „rot a. e. ganz“ (wie Fig. 7 Taf. I) eine F i-Generation, die „schwarzrot a. e. ganz“ ist wie Fig. 10 und in F 2 ein Aufmendeln in: schwarzrot a. e. ganz, rot a. e. ganz, fleischfarbig a. e. ganz und schwarzrot a. e. Delila, rot a. e. Delila und fleischfarbig a. e. Delila-Individuen. Derartige Kreuzungsversuche werden wir im folgenden vielfach kennen lernen.
Faktor G.
Der Faktor G bewirkt, daß die durch die übrigen Farbenfaktoren bedingte rote Färbung nicht homogen ist, sondern ein eigentümlich verwaschenes Aussehen den /z'rtar«*n/z-Charakter der Gärtner aufweist. So hat eine Pflanze von der Formel bbccffrrmmaallddgg das Aussehen von Fig. 12, eine von derselben Formel aber mit cc das Aussehen von Fig. 11, eine von der Formel BBCCFFRRMMAALLddGG das Aussehen von Eig. 20.
Auch damit ist die Reihe der Faktoren, welche die Farbe beeinflussen, noch nicht beendet. Ich kenne noch einen Faktor o, der mit brfc zusammen rot geaderte Blüten, wie Fig. 26 bewirkt (die entsprechende cc-Form ist rot geadert auf gelbem Grunde). Es ist möglich, daß auch dieser Faktor in die oben geschilderte Reihe bfrmal einzuschalten ist (zwischen R und M), und daß das Vorhandensein von o erforderlich ist für alle nachgeordneten roten Farben, aber Bestimmtes kann ich hierüber noch nicht angeben, das sollen erst F 2-Generationen, die im Sommer 1910 blühen werden, zeigen.
Ferner kenne ich einen Faktor Q, der mit bfrm einen eigentümlich leuchtend rosa Farbenton (Fig. 15 Taf. I) bewirkt. Auch dieser Faktor gehört vielleicht in die oben genannte Reihe (hinter M) und wäre dann Voraussetzung für alle höheren Farben1). Dann kenne ich einen sicher mendelnden Faktor, der bewirkt, daß die Zipfel der Unterlippe einer sonst rot gefärbten Blüte, etwa Fig. 16, ausgebleicht sind so wie in Fig. 29. Weiter scheint ein Faktor vorzuliegen, der bedingt, daß der gelbe Fleck in der Mitte der Unterlippe der roten Blüten mehr oder weniger breit ist.
x) Es ist aber die Möglichkeit noch nicht ausgeschlossen, daß dieser vorläufig angenommene Faktor q identisch ist mit l. Auch das sollen Aussaaten des Sommers 1910 erst entscheiden.