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roten Anflug, der besonders auf der Unterseite der Kotyledonen und der ersten Laubblätter der Keimpflanzen ausgesprochen ist. Je nach dem Vorhandensein oder Fehlen der verschiedenen anderen einander übergeordneten Farbenfaktoren ist die Intensität und der Farbenton dieses roten Anfluges sehr verschieden. Alle Pflanzen, denen schon F oder B fehlt, haben nur grüne, nicht rot angelaufene Blätter und Stengel. Die dd-Pflanzen, die „Delilas“ also, haben ceteris paribus immer weniger stark rot angelaufene Stengel und Blätter, als die entsprechenden DD-Individuen.
Abgesehen von diesen Blütenfarbenfaktoren, die sich auch in den Blättern äußern, gibt es nun noch weitere Erbeinheiten, die speziell eine besonders schwache oder starke Ausbildung der roten Farbe gerade in den Blättern bedingen. Daß es sich auch hier nur um mendelnde Erbeinheiten handelt, ist mir sehr wahrscheinlich. Genau untersucht habe ich aber diese Verhältnisse noch nicht.
Näher beschäftigt habe ich mich bisher nur mit einigen Erbeinheiten, welche die Bildung des Blattgrünes bedingen. Ich habe bisher zwei Faktoren unterscheiden können. Zunächst einen
Faktor N.
Fehlt N einer Pflanze, so bildet sie keine sattgrüne Chlorophyllkörner aus, sondern wenig intensiv gefärbte mit einem Stich ins Gelbliche. Derartige nn-Pflanzen sind meist (außer bei Individuen, die dunkelrot überlaufene Blätter haben) schon von weitem von den reinen grünen zu unterscheiden und zeigen ein auffällig gehemmtes Wachstum, blühen auch meist erst im zweiten Lebensjahre, wohl infolge ihres schwächeren Assimilationsvermögens.
Ein zweiter Faktor des Blattgrüns ist
Faktor H.
Alle Pflanzen, die hh enthalten, sind statt grünblätterig intensiv gelbblätterig und nicht lebensfähig. Hh-Pflanzen, also die Heterozygoten, sind gelbgrün, sogenannte Aurea-Pflanzen. H ist also der Faktor, durch dessen Besitz das eigentümliche A. majus fol. mireis charakterisiert ist, über dessen Erblichkeit ich schon früher publiziert habe 1).
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4. Die Erbeinheiten der Blattform.
Die Erbeinheiten der.Blattform sind, zum großen Teil mindestens, identisch mit den Erbeinheiten der Blütenformen. Das geht aus einer
i) Baur. Ber. d. Deutsch. Botan. Ges. 25 1907. S. 442 und Zcitschr. ind. Abst. u. Vererbungslehre 1 1909. S. 124.