﻿Vererbungs- und Bastardierungsversuche mit Antirrhinum.
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2. Kreuzungsversuche.
1. A. 40 xA. 141.
schwarzrot a. e., ganz, normal
A A BBCCDDEEFFgghhLLMMNnPPRR
weiß, normal
. . bb_EE____hh . . . . NNPP . .
F. i wurde erzogen in S. 08. 295 in Stärke von 50 Individuen. Alle blühten schwarzrot a. e. genau wie die Mutter. Aus diesem Befund folgt zunächst, daß A. 141 gg ist, sonst hätten hier in F. 1 picturatum-Pflanzen auftreten müssen.
Eine dieser F. i-Pflanzen wurde als A. 268 zur Stammpflanze gemacht und ergab aus Selbstbefruchtung in S. 09. 89 lauter grüne Keimpflanzen (also keine Chlorina) und eine Aufspaltung in 48 schwarzrot a. e., ganz, 15 rot a. e., ganz und 13 weiß.
A. 268 muß nach dieser Spaltung die folgende Formel gehabt haben: AABbCCDDEEFFgghhLlMMNNPPRR. Warum dies der Fall sein muß, brauche ich wohl im einzelnen nicht mehr abzuleiten. Es ist nun die Frage, ob diese Formel von A. 268 im Einklang steht mit der Formel der Eltern. Diese Frage ist zu bejahen. Für A. 40 hatten wir die Formel angesetzt AABBCCDDEEFFgghhLLMMNnPPRR und für A. 141 die Formel . . bb .. . .ee .. gg 'jhh .... nnpp .. und ein Blick auf diese Formeln zeigt, daß ein Widerspruch zwischen den drei Formeln nicht besteht.
Man kann nun aber auch aus der Formel von A. 268 rückwärts die noch unbekannten, durch Punkte angedeuteten Erbeinheiten von
A.	141 teilweise ergänzen. A. 141 muß nach der Formel von A. 268 zu schließen, mindestens je einmal gehabt haben die Faktoren A, c,
B,	F, g. l, M, R. Die Formel von A. 141 kann also jetzt bereits geschrieben werden als : A . bbC . d . eef . gghh . im . nnppr .* 2).
Als Zahlen Verhältnis zwischen den verschiedenen Farbenkategorien war in S. 09. 89 gefunden 48 schwarzrot, 15 rot, 13 weiß. Diese Zahlen stimmen, wie Tab. X zeigt, mit den theoretisch berechneten genügend überein.
x) Vgl. das oben Gesagte.
2) Solche Rückwärtsfolgerungen kann man natürlich für ein und dasselbe Individuum von mehreren verschiedenen Seiten her machen, wenn man nur dieses Individuum mit mehreren anderen Individuen gekreuzt hat. Selbstverständlich müssen die Folgerungen, die man so von verschiedener Seite herzieht, zu dem gleichen Ergebnis führen. Eine Diskrepanz sagt ohne weiteres, daß entweder in der Theorie noch ein Fehler stockt, oder daß ein Beobachtungsfehler vorgekommen ist.