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Baur.
oder dd war. Umgekehrt kann man aber aus dem Ergebnis der Kreuzung den Schluß ziehen, daß A. 286 Dd war. Wäre nämlich A. 286 dd gewesen, so hätten nur „ganz“ -Formen in F. 1 auftreten dürfen, war A. 286 dd gewesen, so hätten 50% ganz 50% Delila sein müssen (weil A. 220 Dd ist). Wenn A. 286 aber auch Dd ist, dann muß die Kreuzung mit einer anderen Dd-Pflanze wie A. 220 3 ganz : 1 Delila ergeben. Das gefundene Verhältnis 2 Delila: 15 ganz steht nun zweifellos dem Verhältnis 1 : 3 näher als dem Verhältnis 1:1. Wir dürfen also den Schluß ziehen, daß A. 286 Dd ist. Daß dies der Fall ist, folgt übrigens mit völliger Sicherheit aus verschiedenen anderen Kreuzungen von A. 286 mit anderen Stammpflanzen von bekannter Formel, z. B. aus der Kreuzung A. 278 x A. 286. A. 278 ist eine picturatum a. e. Delilapflanze, die bei Selbstbefruchtung völlig konstante Deszendenz gab. Die Kreuzung von A. 278, also einer dd-Pflanze mit A. 296 gab in S. 09. 200. 18 blaßpicturatum a. e. ganz: 17 blaß picturatum a. e. Delila, also fast genau das Verhältnis 1:1, das zu erwarten ist, wenn A. 286 Dd in der Formel hat.
A. 286 wurde 1908 noch mit verschiedenen anderen Pflanzen gekreuzt, z. B. mit A. 335 rot a. e. ganz, pelcrisch von der Formel AABBCCDDeeFFgghhiiMMNNPPRR. ferner mit A. 245 rot, a. e. ganz. AaBBCCDDEEFFgghhllMMNNPPRR und anderen. In allen diesen Kreuzungen waren die in F. i auftretenden roten Pflanzen picturatum.
Damit will ich die Einzelbesprechung von derartigen Kreuzungsversuchen abschließen. Freilich stellen die hier genannten Versuche nur einen kleinen Teil der überhaupt ausgeführten dar1). Ich gedenke jedoch das ganze Material später in ganz kurzer tabellarischer Form zu veröffentlichen und die hier einzeln beschriebenen Versuche sollen nur vorläufig ein Bild geben, wie sich auf Grund der von mir angenommenen Erbeinheiten diese zum Teil ja ziemlich komplizierten Verhältnisse der Vererbung von Blütenfarbe und Blütenform bei Antirrhinum verstehen und berechnen lassen.
Die Kreuzungsversuche von de Vries und Miss Wheldale.
Schon in der Einleitung habe ich darauf hingewiesen, daß deVries und vor allem Miss Wheldale eine Reihe von Erblichkeits- und Kreuzungsversuchen mit A. majus ausgeführt haben. Es ist natürlich
1) insgesamt habe ich bisher rund 400 Kreuzungen ausgeführt.