﻿H. PAUTZE & CO. / MASCHINENFABRIK
Berlin-Reinickendorf-Ost / Markstraße 32
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erfassen zu können, wie es zum Beispiel in allen Fahrberufen, beim Kranführer, im Eisenbahnrangierdienst und anderen ähnlichen Berufen erforderlich ist.
Die Befähigung für diese Form der gebundenen Tatbereitschaft untersucht man am besten mit dem umstehend abgebildeten Wandermarkenapparat. Dieser Apparat hat sich in der Praxis bestens bewährt.
Das Gerät zeigt drei senkrecht nebeneinander liegende Bänder, die in scheinbar beliebigen Abständen mit Marken (schwarzen Querstrichen) besetzt sind. Das Mittelband steht fest, das linke läuft mit großer Geschwindigkeit nach unten, das rechte ziemlich langsam nach oben. Der Apparat arbeitet nun so, daß hin und wieder Markenstriche der äußeren Bänder mit irgendeinem auf dem Mittelband in gleicher Höhe stehen, eine sogenannte Markengleiche bilden. Unsere Abbildung zeigt eine solche Markengleiche bei dem zweiten Querstrich des Mittelbandes. Hier bilden alle drei Striche eine gerade Linie. Diese Markengleiche kennzeichnet den Moment, wo die Versuchsperson die notwendige Handlung rasch und bestimmt auszuführen hat. Durch Anziehen des Hebels auf dem Prüftisch kann die Bewegung der beiden äußeren Bänder sofort abgestoppt werden, die richtige Handlung wird durch Zähler notiert. Durch Loslassen des Hebels werden die Bänder wieder in Gang gesetzt.
Das Eintreffen der Markengleichen ist örtlich und zeitlich genau vorausbestimmt. Bei einem ganzen Umlauf des rechten Bandes werden der Versuchsperson 75 solche Markengleichen vorgeführt, dazu stets in genau gleicher Reihenfolge, so daß also ganz gleiche Untersuchungsbedingungen gesichert sind.
Als Prüfwerte gelten: die Gesamtzahl der Betätigungen und die Anzahl der getroffenen Markengleichen, die durch elektrische Zähler selbsttätig festgestellt werden. Der Unterschied zwischen beiden Werten wäre die Zahl der unnötigen Betätigungen (z. B..Verkennungen, zu späte Bedienungen).
Die Hebelbedienungen können zur rechten Zeit, zu früh oder zu spät fallen. Der Geltungsbereich einer Markengleiche, die zu einem Mehrfachen der Strichbreite angenommen worden ist, ist deshalb noch in schmälere Bereiche zerlegt, die mittels elektrischer Kontaktlamellen wieder einzeln auf Zähler arbeiten, so daß man ein Bild darüber erhält, ob die Versuchsperson hauptsächlich zur rechten Zeit bedient hat, die Neigung zum vorzeitigen Bedienen besitzt oder häufig und stark zu spät gekommen ist. Daraus lassen sich entweder unmittelbar oder in Verbindung mit anderen psychotechnischen Proben und Beobachtungen lehrreiche Schlüsse auf gewisse Anlagen und Fähigkeiten im Menschen ziehen.
Die Versuchsdauer beträgt einschließlich Erklärung und Übungsversuch etwa 10 Minuten.
Der Antrieb der Apparate erfolgt durch einen kleinen Elektromotor, der je nach Wunsch für eine Spannung von 12 Volt oder für Starkstromspannung geliefert wird.