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wie grog also die Reaktionszeit war, so braucht man nur die Schwingungen des kürzeren Pendels zu zählen bis zu jener Schwingung, an deren Ende die erste Koinzidenz stattfand. Die Anzahl der Schwingungen gibt die Länge der Reaktionszeit in ‘/so Sekunde an. Dasselbe Resultat erhält man, wie eine c infache Erwägung ergibt, wenn man die Schwingungen des längeren Pendels vom Beginn der Reaktionszeit an zählt bis zu jener Schwingung, an deren Ende Koinzidenz eintrat. Dieses Verfahren ist bei dem vorliegenden Modell bequemer, weil das längere Pendel auf der dem Versuchsleiter zugekehrten Seite hängt. Wenn das grögere Pendel 1, 2 Schwingungen vollendet, ehe das zweite Pendel losgelassen wird, so sind natürlich zum erhaltenen Resultat 1X0,8, 2X0,8 Sekunden zu addieren.
Die in Rede stehenden Modelle sind nicht blos Chronoskope, sondern sie enthalten augerdem Vorrichtungen für eine ganze Reihe von Reizen und für Reaktionen ; das trägt auch dazu bei, den Apparat namentlich für Reisende wertvoll zu machen.
Modell I. Auf einer stabilen, gugeisernen Platte erhebt sich (in der Figur hinten sichtbar) ein Träger, an dessen oberem Ende eine horizontale Leiste befestigt ist. An dieser legteren sind mittels Fäden die 2 Pendelscheiben aufgehängt.
Um den Pendeln ohne Mühe die richtige Länge geben zu können, ist folgende einfache Vorrichtung getroffen: der oben erwähnte Träger hat nahe dem unteren Ende zwei übereinander liegende Löcher; ebenso sind die beiden Pendelscheiben in ihrer Mitte durchloeht. In diese Löcher pagt ganz exakt der in der Figur neben dem Apparate liegend gezeichnete Stab. Steckt man ihn z. B. in das untere Loch und schiebt über ihn die Scheibe des vorderen, längeren Pendels, so braucht man nur den Faden desselben etwas zu spannen, um dem Pendel die richtige Länge zu geben. Analog dient das obere Lodi in dem Träger dazu, das kurze Pendel einzustellen.
Freihch ist es nötig, die Schwingungsdauer nachträglich noch genauer mittels der Stoppuhr zu messen. Es schadet nichts, wenn dabei Zahlen herauskommen sollten, die von den oben angegebenen 0,80 und 0,78 ein wenig differieren. Man migt eben dann die Reaktionszeit nicht in l/B0 = 0,02 Sekunden, sondern z. B. in 0,021 Sekunden als Einheiten. Man vergleiche hierüber die erste der oben zitierten Abhandlungen.
Von den weiteren Teilen des Apparates springen vor allem die 2 Taster in die Augen. Der vordere dient dazu, den Reiz auszulösen und im gleichen Moment das vordere Pendel loszulassen, der hintere Taster wird als Reaktionstaster benugt. Sowie die Versuchsperson beginnt, ihn niederzudrücken, wird das zweite Pendel frei.
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