﻿SP1NDLER & HOYER G.m b H. GÖTTINGEN
letzte Einrichtung wird der Apparat für viele neue Fälle brauchbar. Schaltet man nämlich in den Stromkreis, welcher durch diesen Kontakt geht, ein Induktorium, so kann man zur Reizung Funken, Geigler’sche Röhren, Telephone, Elektroden zur Hautreizung usw. verwenden; man ist hinsichtlich des Ortes, an welchem der Reiz erzeugt werden soll, nicht gebunden, man kann seine Intensität mittels des Induktoriums leicht verändern, und man kann abwechselnd beliebig viele verschiedene und an verschiedenen Orten gelegene Reize geben. Außerdem können die Apparate Nr. 205 und Nr. 207 und eine Reihe anderer im vorliegenden Katalog nicht angeführter Apparate (ohne Induktorium) bei diesem Modell des Chronoskopes zur Anwendung kommen. Natürlich lassen sich auch alle Versuche ausführen, die bei der Besprechung des ersten Modelles erwähnt wurden.
Die Schemen IIa und IIb zeigen die Konstruktion des Tasters; sie weidit von der Konstruktion im Modell I etwas ab.
In dem festen, schraffierten Teil A bewegt sich der Kolben B ; er wird, wenn nicht auf den Knopf des Tasters gedrückt wird, durch die Feder F nach unten gezogen, so dag sein konisch gehöhlter Kopf fest an A anliegt und den Stiel der Pendelscheibe einklemmt. Durch Niederdrücken des Tasters wird der Kolben, wie Schema II b zeigt, gehoben und das Pendel losgelassen. Die Konstruktion der Taster des kürzeren Pendels ist dieselbe, nur dag dort zwei Tasterhebel unter dem Zapfen B ansegen, so dag dieser legtere in gleicher Weise durdi jeden von beiden gehoben werden kann. Die Kontaktvorrichtung c am vorderen Taster ist ohne weiteres aus dem Schema verständlich. Die Feder f soll die Sicherheit des Kontaktes verbürgen.
Anmerkung über Verbesserungen. Ein Kontakt wie bei Modell II, der bei Beginn der Tasterbewegung geölfnet wird, ist auch in Modell I eigentlich schon vorhanden, nämlidi der Kontakt zwischen den Flächen a und b (vgl. Schema Ia und Ib), der durdi die Wirksamkeit der Feder F noch gesichert ist. Es ist daher nach einem Vorschläge von Rupp nur nötig, den Teil B von dem Taster zu isolieren, und Klemmen anzubringen, um diesen Kontakt auch elektrisdi verwendbar zu madien und damit, nach dem oben Gesagten, das Anwendungsgebiet des Apparates bedeutend zu vergrößern Das Modell I wird audi mit dieser Ergänzung geliefert und zwar mit einem elektrischen Kontakt auch für den zweiten Taster, wodurch sich der Apparat nodi zu manchem anderen Zwecke verwenden lassen dürfte.
Auf Wunsdi wird ferner, einer Bemerkung in der oben zitierten Abhandlung gemäß, der Apparat so konstruiert, daß die Loslassung der Pendel elektrisdi, durdi Öffnung eines Stromes, herbeigefiihrt wird. Dadurch ist es erstens möglich, eine Reihe weiterer Rcizinstrumente zu verwenden, wie die Treffer-Appa-rate Nr. 217 und 218, den Expositionsapparat Nr. 219, die elektrische Sdireibfeder Nr, 205a, die Schallsdilüssel Nr. 201 und 203, den Lippensdilüssel Nr. 204, den Schailhammer Nr. 205 usw. Ferner können außer dem Taster als Reaktioiisinstrument der Lippensdilüssel und der Sdiallschlüssel in Anwendung gebracht werden. Natürlich kann der Apparat audi so konstruiert werden, daß er sowohl medianisdie als auch elektrische Loslassung der Pendel gestattet.
Hängt man endlidi die Pendelscheibe nidit an Fäden auf, sondern an einem festen Stab, so kann man, nach einem Vorsdilage von Rupp, durdi ein an einer Skala verschiebbares Gegengewidit, die Sdiwingungsdauer variieren und dadurch den Apparat nach Bedürfnis so einrichten, daß er eine Zeitmessung in Vso, ‘/zu, 1 io Sekunden, vielleidit auch in >/,„ Sekunden zu bestimmen gestattet. Alte diese Verbesserungen ändern den Preis nur unbedeutend.
Nr. 5. Graphisches Chronometer nach Jaquet. Dieses wegen seiner bequemen Form und wegen seiner großen Präzision sehr verbreitete Instrument kann zu verschiedenen Zwecken verwendet werden. Zunächst dient es als Stoppuhr: durch
9