﻿SPINDLER & HOYER G.m.b.H. GÖTTINGEN
Nr. 9. Tachoskop. Der Zweck dieses Instrumentes ist, die Anzahl der Umdrehungen einer Axe in einem gegebenen Zeitraum zu bestimmen, und zwar in Minuten und */s Sekunden. Dies wird erreicht durch Kombination eines Tourenzählers mit einem zeitregistrierenden Uhrwerk. Die Abbildung zeigt das Zifferblatt des Tourenzählers; auf der Rückseite befindet sidi das Zifferblatt für die Zeitregistrierung. Das Instrument ist für eine Tourenzahl bis 6000 in der Minute konstruiert.
Nr. 10. Metronom zur Fixierung des Tempos beim Lernen von Silbenreihen, bei Gewiditshebungen usw. verwendbar, ferner zur Feststellung der adaequaten Zeit usw.
Nr. 11. Kontaktmetronom. Dieses Instrument benufet die Schwingungen des Metronompendels dazu, in ganz gleichen und durch das Metronom variierbaren Zeitabständen kurze Stromschlüsse zu erzeugen. Um dieselbe Axe «, wie das Pendel P des Metronoms dreht sich der horizontale Stab S. Dieser und die gleich zu erwähnenden Kontaktvorrichtungen liegen vor dem Pendel, äugen an dem Metronomkasten. Der Stab S ist mit dem Pendel in Verbindung, schwingt also mit ihm, jedoch im rediten Winkel. Dabei tauchen die beiden Stifte s s1 abwediselnd in die Quecksilbernäpfchen Q Q‘, so dag bei jeder Halbsdiwingung ein Kontakt geschlossen wird. Die Näpfdien sigen an Schrauben und können durch diese in ihrer Höhe verstellt werden; ebenso lassen sich die Stifte s und s1 nach oben und unten schieben und durch seitliche Schräubchen festklemmen. Bei der Adjustierung des Kontaktmetronoms mug man darauf achten, dag nicht blog die Schläge des Metronoms in gleichen Zeitintervallen folgen, sondern dag auch die Momente, in welchen die Kontakte folgen, aequidistant sind, was man durch die eben bezeichneten Verschiebungen regulieren kann. Auch die Dauer der einzelnen Stromschlüsse lägt sich auf dieselbe Weise variieren.
Kontrollinstrumente zum Hipp.
Das Hipp’sche Chronoskop kann zweierlei Fehler aufweisen: 1) Es kann sein, dag der kleine Zeiger in der Sekunde nicht genau 1000, sondern etwa 1020 » anzeigt ; in diesem Falle besteht ein Gangfehler oder „konstanter Fehler“; derselbe ist der angezeigten Zeit proportional. 2) Das Zeigerwerk beginnt nicht genau in dem Momente zu laufen, wo der durch die Uhr gehende Strom gesdilossen (bez. geöffnet) wird; ebenso bleibt es ein wenig später stehen, als derselbe geöffnet (bez. geschlossen) wird. Sind diese Latenzzeiten gleich, so zeigt das Chronoskop die Zeit richtig an (abgesehen von einem etwaigen Gangfehler) ; sind sie nicht gleich, so besteht ein Latenzfehler oder „variabler Fehler“. Durch Änderung von Stromstärke und Federspannung kann dieser Fehler eliminiert werden. Den Gangfehler pflegt man nicht zu eliminieren, weil es sich in der Regel nicht um absolute Zeitwerte, sondern um das Verhältnis der bei einer Untersuchung erhaltenen Zeiten handelt.
Die Kontrollapparate dienen nun dazu, den Latenzfehler zu konstatieren und zu eliminieren, und ferner dazu, jederzeit eine bequeme Kontrolle zu geben, ob sich an der Einstellung des Chronoskopes nichts geändert hat.
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